Abu-Sayyaf-Chef könnte sich stellen

Soldaten haben am Sonntag einen Besuch der philippinischen Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo auf der Insel Basilan vorbereitet, wo Moslemrebellen noch 26 Geiseln festhalten. Zuletzt hatten die Abu-Sayyaf-Terroristen 3 Geiseln frei gelassen.
Die Streitkräfte beseitigten in der Ortschaft Lamitan Kampfspuren, die Gefechte mit den Kämpfern der Abu Sayyaf vor zwei Wochen hinterlassen hatten. Offiziere trafen in Zamboanga zusammen, um über die Sicherheitsmaßnahmen für den geplanten Hubschrauberflug der Präsidentin am Montag zu beraten. Am Samstag hatten die Rebellen drei Geiseln freigelassen.
Drei Geiseln frei gelassen
Unter den Freigelassenen befand sich ein zwölfjähriges Mädchen. Das teilte ein Regierungssprecher in Manila mit. Eine der freigelassenen Geiseln war Ende Mai mit dem Kind aus einer Ferienanlage verschleppt worden. Bei dem dritten Entführten handelt es sich um einen islamischen Prediger, der erst kürzlich während Verhandlungen über die Freilassung der Geiseln in die Gewalt der Gruppe geraten war.
Abu-Sayyaf-Kommandant könnte sich stellen
Ein Mittelsmann der Regierung berichtete am Samstag, Abu-Sayyaf-Kommandant "Robot" alias Galib Andang, wolle sich möglicherweise schon in 72 Stunden den Behörden stellen. Noch dauerten Gespräche über die Bedingungen für eine Aufgabe Andangs und 17 seiner Gefolgsleute aber an, sagte Gouverneur Luis Singson. So fordere der Abu-Sayyaf-Anführer unter anderem Straffreiheit.
Militäroffensive wird ausgeweitet
Die zwölfjährige Kimberley Jao, der Urlauber Francis Ganzon und der Prediger Ustadz Muhaymin Sahi Latip seien nach Angaben der Abu Sayyaf als "Geste des guten Willens" freigelassen worden, teilte Präsidentin Gloria Macapagal Arroyo am Sonntag mit. Das Militär betonte zugleich, dass es seine Operationen auf der Insel Basilan ausweiten wolle. "Die Offensive geht weiter, bis die Terroristen in die Ecke gedrängt sind oder sie ihre Geiseln freilassen. Andernfalls werden sich die Truppen nicht zurückziehen", sagte Sicherheitsberater Roilo Golez.
Die 26 Geiseln geht es körperlich schlecht
Francis Ganzon rief Präsidentin Gloria Arroyo dazu auf, die Militäroffensive gegen die Moslemrebellen einzustellen, um die medizinische Versorgung der Geiseln zu ermöglichen. Den 26 Geiseln in der Gewalt der Abu Sayyaf gehe es schlecht, sagte er am Sonntag. Ihr Zustand verschlechtere sich zusehends. Von Seiten der Regierung gab es zunächst keine Stellungnahme. Arroyo wollte sich am Montag nach Angaben ihres Büros erstmals auf der Insel Basilan ein Bild von der Militäroperation zur Befreiung der Geiseln machen.
Lösegeldzahlungen sind reine Spekulation
Ganzon widersprach Spekulationen über die Zahlung von Lösegeld zu seiner Befreiung. Die Freilassung sei "eine Geste des guten Willens" der Abu Sayyaf gewesen, um ihrer Forderung nach malaysischen Unterhändlern Nachdruck zu verleihen. Über das Schicksal der drei US-Geiseln, die sich in der Gewalt der Entführer befinden, herrschte weiter Ungewissheit. Die Rebellen hatten am Dienstag erklärt, sie hätten den US-Touristen Guillermo Sobero enthauptet. Bisher wurde seine Leiche jedoch nicht gefunden. Ganzon zufolge wurde Sobero vor mehreren Tagen gefesselt und von den anderen Entführten getrennt.
Heckenschütze09:03
Sniper in FinnlandHeckenschütze feuert von Hausdach in Menschenmenge und tötet eine Frau
Raubvögel vergiftet11:09
Falken ausgerottetBregenz: Taubenzüchter vergiftet gesamte Population am Pfänderstock
Familiendrama in St. Pölten09:04
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in Volksschule Wagram. Auch Tochter aus Klasse geholt
