Treffen wird im Iran stattfinden

Der Iran, der gegenwärtig den Vorsitz in der "Gruppe der 77" (G-77) führt, veranstaltet im August die nächste Gipfelkonferenz der Entwicklungsstaaten. Die Konferenz solle dazu dienen, das Wissen, die Ressourcen und Potenziale der Teilnehmerstaaten zum Wohl ihrer Bevölkerungen zu bündeln.
Das teilte der iranische UNO-Botschafter Bagher Asadi am Freitagabend in New York mit. Das Treffen soll vom 18. bis 23. August in Teheran stattfinden. Die G-77 war 1964 gegründet worden und umfasst mittlerweile 133 Staaten, darunter China. Der bisher letzte G-77-Gipfel fand im April 2000 auf Ebene der Staatschefs in Kuba statt. Die Gruppe gewann durch ihre starke Erweiterung nicht zwangsläufig an Einfluss, da die Interessen ihrer Mitglieder zum Teil erheblich auseinanderdriften.
Die G-77 will die reichen Industriestaaten stärker zur Verantwortung ziehen. So sollen Arbeitskräfte aus den Entwicklungsländer leichter Zugang zu den Arbeitsmärkten der Industriestaaten bekommen. Gleichzeitig sollen Ausnahmevorschriften für die Entwicklungsländer in internationalen Handelsvereinbarungen dauerhaft festgeschrieben werden. Mit Hilfe der Vereinten Nationen soll der Zugang der Entwicklungsstaaten zu den Zukunftstechnologien erleichtert werden.
Auf dem Gipfel in Havanna hatte Kubas Präsident Fidel Castro die "Zerschlagung" des Internationalen Währungsfonds (IWF) gefordert, den er als eine "düstere Institution" bezeichnete. Es sei für die Dritte Welt "lebenswichtig, dass der IWF und seine Philosophie verschwinden". Die Industriestaaten sollten an die Stelle des IWF eine neue internationale Organisation setzen, um ihre eigenen finanziellen Probleme zu lösen. Zugleich bezeichnete Castro die Dritte Welt als "Bombe, die jederzeit explodieren kann".
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