Ungarn ist Spitzenreiter bei Beitrittsverhandlungen

Ungarn und die EU haben sich am Dienstag auf Übergangsfristen bis maximal sieben Jahren für den freien Zuzug von Arbeitnehmern geeinigt. Damit kommen sie vor allem Deutschlands und Österreichs Forderungen nach.
Dies teilte der ungarische Außenminister Janos Martonyi nach einem Treffen mit seinen EU-Kollegen in Luxemburg mit. Besonders Deutschland und Österreich hatten möglichst lange Fristen zum Schutz ihrer Arbeitsmärkte gefordert.
Martonyi betonte, es gebe zwar keine sozialen oder wirtschaftlichen Gründe für diese Einschränkungen, die ungarischen Arbeitnehmer stellten keine Bedrohung für den deutschen oder österreichischen Arbeitsmarkt dar. "Aber wir müssen realistisch sein und Rücksicht auf die Ängste in der Bevölkerung nehmen." Martony zeigte sich aber befriedigt darüber, dass EU-Länder wie Schweden oder Spanien ihre Arbeitsmärkte unverzüglich nach dem Beitritt öffnen wollten. Damit habe die Situation für Ungarn wesentlich verbessert.
Ungarn hat bisher 22 von 31 Verhandlungskapitel abgeschlossen. Damit ist Ungarn unter den 12 Kandidatenländern mit denen die EU derzeit verhandelt, Spitzenreiter neben Zypern.
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