"Ich sehe keinen Grund für einen Rücktritt"

Der Vorarlberger FPÖ-Abgeordnete und ehemalige Skistar Patrick Ortlieb aus Lech am Arlberg will unter das "leidige Thema" im Zusammenhang mit der "Sex Affäre" einen Schlussstrich ziehen. Das sei eine private Sache gewesen. "Ich sehe keinen Grund für einen Rücktritt", dementierte Ortlieb heute diesbezügliche Meldungen und Gerüchte.
Außer viel heißer Luft sei an kolportierten Vorwürfen nichts dran gewesen, strafrechtlich sei ihm nie etwas vorgeworfen worden, so Ortlieb.
In einem Pressegespräch in Bregenz betonte Ortlieb, das von der Innsbrucker Staatsanwaltschaft in der Vorwoche eingestellte Verfahren rund um die "Sex-Affäre" einer in der Tiefgarage des Innsbrucker Flughafens aufgefundene 34-jährigen Frau habe sich nun die von ihm, Ortlieb, von Anfang an vertretene Linie bestätigt. Die aus seiner Sicht ungerechtfertigten Vorwürfe seien eindeutig widerlegt, ein strafrechtliches Verhalten sei ihm nie angelastet worden: "Es gibt keinen Fall". Er sei nicht als Zeuge geladen worden, sondern habe von sich aus gesagt, "was Sache ist" und freiwillig zur Aufklärung des Falles beigetragen.
Details über die fragliche Nacht gab Ortlieb nicht bekannt. Es hat einige Lokalwechsel gegeben, die Frau und deren Vater hat er erst in der Nacht kennen gelernt, zuletzt hat er die 34-Jährige zum Flughafen mitgenommen. Keine Auskunft konnte oder wollte Ortlieb darüber geben, mit wem die angeblich verwirrt aufgefundene Frau Geschlechtsverkehr hatte, er sei nicht ständig mit ihr zusammen gewesen. Was sonst in der Nacht passiert ist, sei private Sache, wenn auch "kein löbliches Verhalten" gewesen. Für sein privates Verhalten habe er der Familie "reinen Wein" eingeschenkt.
"Enttäuscht" und "gekränkt" ist Ortlieb, dass er in dieser Sache vielfach als "Freiwild" behandelt worden sei und manche Medien sich nicht an den journalistischen Ehrenkodex gehalten hätten. Ihn stört, dass die veröffentlichten Vorwürfe auf Gerüchten basierten. Die unbewiesenen Vorwürfe könnten mit seiner politischen Einstellung zu tun haben, vermutete Ortlieb.
Politisch hat er volle Rückendeckung der Entscheidungsträger in der FPÖ und seiner Fraktion. Auf die Frage, ob er nach den jüngsten Erfahrungen bei den nächsten Wahlen wieder für den Nationalrat kandidieren wird, wollte sich der Abgeordnete nicht festlegen. Gleichzeitig versicherte Ortlieb, er bereut keine einzige Minute, in die Politik gegangen zu sein.
Der Ex-Sportler räumte aber auch ein, vorher hat er geglaubt, die Kitzbühler "Streif ist eisig, das Parkett in Wien ist noch viel eisiger". In nächster Zeit will sich Ortlieb weiter in der Präventionskampagne gegen Doping im Sport engagieren oder bei der Lösung der Mitarbeiterfrage im Tourismus mitarbeiten.
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