Kinder von Plantage entführt

Die philippinische Regierung hat sich am Montag in letzter Minute einer Forderung der Entführer von der Moslemgruppe Abu Sayyaf gebeugt, zwei bestimmte malaysische Vermittler in das Geiseldrama einzuschalten. Kurz vor Ablauf der Frist zur Ermordung der Geiseln nahmen Kämpfer der Abu Sayyaf auf einer Plantage auf der Insel Basilan mehrere Kinder als Geiseln.
Wie Präsidentensprecher Rigoberto Tiglao bekanntgab, muss auch die malaysische Regierung noch zustimmen. Die beiden Malaysier hatten bereits im Geiseldrama um die Göttinger Familie Wallert in vergangenen Jahr vermittelt.
Die Abu Sayyaf-Rebellen haben nach Bekanntwerden des Nachgebens der Regierung in Manila auf die Ermordung von Geiseln verzichtet. Die Extremisten hatten mit der Ermordung ihrer drei US-Geiseln ab 06.00 Uhr (MESZ) gedroht, sollte Manila der Forderung nach Einschaltung der malaysischen Vermittler nicht nachkommen. Bei den amerikanischen Geiseln handelt es sich um einen Kalifornier und ein Paar aus Kansas.
Kinder von Plantage entführt
Die Bürgermeisterin der Ortschaft Lantawan, Tahira Ishmail, erklärte, neben den Kindern haben die Rebellen einen Wächter in ihre Gewalt gebracht. Ein Armeesprecher auf Basilan sagte, außerdem sei auch einer der Besitzer der Kokosnuss- und Obstplantage verschleppt worden. Eine Kapelle und eine Hütte seien in Flammen aufgegangen.
Unterdessen flohen rund 50 Familien aus Lantawan, nachdem die Rebellen in der Gegend gesichtet worden waren.
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