Donnerstag, 14. Juni 2001

SPEZIAL: Hinrichtung des Oklahoma-Bombers

Im US-Bundesstaat Texas ist am Mittwoch (Ortszeit) der 57-jährige John Leslie Wheat hingerichtet worden. Der Texaner hatte 1995 in Fort Worth drei Kinder erschossen und deren Mutter sowie drei weitere Erwachsene verletzt.

Wie US-Medien berichteten, starb Wheat kurz nach 18 Uhr Ortszeit im Staatsgefängnis von Huntsville an einer Giftinjektion. Es war die achte Hinrichtung in Texas in diesem Jahr.

John Wheat hatte damals in einem Appartement in Fort Worth als Babysitter die drei Kinder einer Nachbarin beaufsichtigt. Als ihn die Frau später beschuldigte, ihre Tochter sexuell belästigt zu haben und mit der Polizei drohte, lief der Texaner Amok. Er holte mehrere Schusswaffen aus seiner Wohnung und richtete ein Blutbad an. Wheat tötete die zwei, sechs und acht Jahre alten Kinder mit Kopfschüssen und verletzte die Mutter schwer. Außerdem wurden eine Polizistin und zwei Nachbarn von Schüssen getroffen.

Der 57-jährige Todeskandidat hatte auf Gnadengesuche verzichtet. In Texas sind damit nach Wiedereinführung der Todesstrafe Anfang der 80-er Jahre 247 Menschen exekutiert worden, weit mehr als in anderen Bundesstaaten der USA. Im vergangenen Jahr wurde hier mit 40 Hinrichtungen ein Jahresrekord für einen einzelnen Bundesstaat aufgestellt. In diesem Jahr führt landesweit der relativ kleine Bundesstaat Oklahoma mit bereits 13 Exekutionen.

Hinrichtung Timothy McVeighs nur zwei Tage zuvor
Montag, 07.28 Uhr Ortszeit (14.28 MEZ): Die offizielle Todeserklärung in Terre Haute. Um 14.14 Uhr starb Timothy McVeigh, der Oklahoma-Attentäter, im US-Staat Indiana. Gespenstisch und grausam wirkten Minuten später die Schilderungen der Hinrichtungszeugen - sie erzählten in allen Einzelheiten, wie sie McVeighs Sterben erlebt haben.

Die Chronik McVeigh's Hinrichtung: Die Bilder

14.6.2001 08:03