Freitag, 8. Juni 2001

SPEZIAL: DIE GRILLSAISON

Jetzt ist wieder Grillsaison! Aus Schuppen und Kellern hervorgeräumt, vom Staub des Winters befreit, stehen die Griller vielerorts bereits fleißig unter Rauch. Aber nicht nur die Garten- und Balkon-Amateure haben ihre Freude am Duft gerösteter Fleischstücke: Am Samstag, dem 9. Juni, beginnen in Horn (NÖ) die österreichischen Grill-Meisterschaften.

Wo der herkömmliche Haus-, Hof- und Gartengriller sozusagen nach Lust und Geschick grillt, muss sich der echte Profi an strenge Regeln halten. Schließlich sind die Teilnehmer an den inzwischen 5. Österreichischen Grillmeisterschaften keine Anfänger mehr.

Die "Profi-Griller" - sozusagen die Königsklasse in der Brutzel-Konkurrenz - haben fünf Bewerbe zu bewältigen. Zu rösten sind da Spare-Ribs, die empfindlichen Kaninchen, Schwein, Rind und ein Dessert nach eigener Wahl. Die Teilnahme am Grillwurst-Wettbewerb ist übrigens freiwillig. Insgesamt 11 Portionen sind je Bewerb zu grillen. Keine leichte Aufgabe, wenn man bedenkt, dass auch die Beilagen und das Arrangement bewertet werden.

Die Jury ist unerbittlich, wenn es um den letztendlichen Zustand des Grillgutes geht. Befinden die Teilnehmer ihr Schmankerl als fertig, wird mit Argus-Augen und feiner Zunge nach Aussehen, Zartheit, Biss und natürlich Geschmack beurteilt. Als Beispiel, in welch feinen Nuancen die Jury hier ihre Urteile fällt, mag der Kriterien-Katalog für die Zartheit gelten: Man unterscheidet zwischen hauchzart, zart, saftig, hart, zäh, ledern und trocken. Nur allzu oft ist es die Zartheit, die über Sieg und Niederlage entscheidet.

Die Salzburger Barbecue Bulls haben übrigens im Vorjahr bei der 5. European Barbecue Championship in Kaprun den glorreichen zweiten Platz errungen. Sieger wurde das Deutsche "World-Team", am dritten Platz landeten die eidgenössischen "Rainbow Smokers".

8.6.2001 19:50