Zwölf Tonys für musikalische Satire "The Producers"

Der New Yorker Broadway feierte am Pfingstsonntag seine größte Nacht im Jahr. Bei der Verleihung der Tony-Preise in der Radio City Music Hall ging es in diesem Jahr jedoch nicht darum, wer der Gewinner wird, sondern nur noch, wie groß der Triumph für das Musical "The Producers" sein würde.
Mel Brooks' musikalische Satire "The Producers" ist der größte Broadway-Erfolg aller Zeiten. Das phänomenale Stück, das sich über Hitler und die Nazis, Juden, Homosexuelle ebenso wie alte Frauen lustig macht, gewann in der Nacht zum Montag zwölf Tonys. Das sind die meisten Preise, die je eine Produktion am Broadway auf sich vereinen konnte. Die begehrten Trophäen werden seit 55 Jahren an New Yorks berühmter Theaterzeile vergeben. Den letzten Rekord hatte "Hello Dolly" 1964 mit 10 Tony-Gewinnen aufgestellt.
"The Producers" (Die Produzenten) wurden von dem Theaterverband "American Theater Wing" zum besten Musical der Saison gekürt. Mel Brooks erhielt zwei Preise, einen zusammen mit Thomas Meehan für das Manuskript, an dem die beiden drei Jahre lang gearbeitet hatten, und einen für seine Songs. Die Tonys für Regie und Choreographie gingen an Susan Stroman. Nathan Lane wurde mit dem Preis für die beste Darstellung ausgezeichnet. Er nahm sie unter der Bedingung an, dass die Verdienste seines Bühnenpartners Matthew Broderick ebenso gewürdigt werden.
Gary Beach erhielt für seine Darstellung des Adolf Hitler den Tony für die bestgespielte Nebenrolle. Als beste weibliche Nebendarstellerin wurde Cady Huffman ausgezeichnet. Mit den anderen Preisen würdigte der Theaterverband die Orchestermusik, Kostüme, das Bühnenbild und die Beleuchtung. Mel Brooks, der auch als Hollywood-Produzent, Regisseur, Schauspieler und Komödiant Erfolge gefeiert hat, inszenierte das Musical nach seinem gleichnamigen Kultfilm von 1967.
Mit "The Producers" knüpft Brooks an die Tradition üppiger Broadway-Produktionen wie "Gypsy", "Miss Saigon" und "Follies" an. Die "New York Times" schwärmte, das Stück mache regelrecht "trunken". Brooks reihe einen Gag an den anderen und verwandle die Bühne in eine einzige Traumlandschaft. Sein Stück stellte die Konkurrenz "A Class Act" und "Jane Eyre" weit in den Schatten. Der Tony für das beste Theaterstück am Broadway ging an "Proof", für dessen Buch der amerikanische Autor David Auburn bereits einen Pulitzer Preis gewonnen hatte.
Demokratiereform08:52
Demokratie "neu"Arbeitsgruppe im Parlament arbeitet an Verbesserung der Bürgerbeteiligung
Grand Prix von Monaco07:51
Monte Carlo dreht aufGP-Klassiker wird zum Reifen-Roulette. Die 70. Auflage hat gleich mehrere Favoriten.

