ÖIAG-Chef Ditz im FORMAT-Interview

ÖIAG-Boß Johannes Ditz über den verunglückten Telekom-Vorstandstausch, politische Spielchen und seine Rücktrittsgedanken.
FORMAT: Sie wollten am vergangenen Mittwoch die Telekom-Führung austauschen. Warum ist das gescheitert?
Ditz: Wir haben den Punkt "Vorstandsangelegenheiten" von der Tagesordnung genommen, weil er meiner Ansicht nach nicht entscheidungsreif war. Andererseits haben wir uns sehr intensiv mit den Quartalsergebnissen beschäftigt. Im Rahmen dessen haben wir den Vorstand gebeten, zusätzliche Informationen zu geben.
FORMAT: Am 6. Juli tagt der Telekom-Aufsichtsrat zum nächsten Mal. Was soll da geschehen? Stimmt es, daß Sie bis dahin, wie auch Sundt behauptet, neue Aufsichtsräte haben?
Ditz: Herr Sundt sollte sich nicht mit Eigentümerfragen beschäftigen.
FORMAT: Sundt wiederum sagt, Sie sollen in der Öffentlichkeit nicht die Telekom-Ergebnisse kommentieren. Kann man so überhaupt zusammenarbeiten?
Ditz: Es ist wirklich nicht meine Absicht, in die Agenden des Vorstands einzugreifen. Ich habe lediglich eine einmalige Darstellung der Situation gegeben. Aber die Verantwortung ist ganz klar: Zahlen, Fakten und Daten sind Sache des Vorstands. Und im Aufsichtsrat muß - und zwar verschwiegen und ohne Indiskretion - alles gesehen, gefragt und kontrolliert werden. Wir werden die Zukunft der Telekom fair und ordentlich gemeinsam bewältigen können. Da habe ich keine Sorge.
FORMAT: Heißt "gemeinsam" mit dem derzeitigen Vorstand?
Ditz: Das wird im zuständigen Gremium, im Aufsichtsrat, diskutiert.
FORMAT: Sie haben aber selbst öffentlich bekanntgegeben, daß die Vorstandsfrage in der Telekom rasch entschieden werden muß.
Ditz: Was ich damals - und da war die Diskussion schon öffentlich, allerdings ohne mein Zutun - zum Ausdruck bringen wollte: Es muß rasch Klarheit gewonnen werden. Und ich bekenne mich dazu, daß wir Vorstandsfragen nur noch im Aufsichtsrat diskutieren werden. Also: kein Kommentar.
FORMAT: Stimmt es, daß Ihr potentieller Sundt-Nachfolgekandidat, Ernst Häberli, bereits wieder am Abspringen ist?
Ditz: Ich möchte Bestellvorgänge und Medienberichte über personelle Fragen überhaupt nicht kommentieren.
Das vollständige Interview lesen Sie im aktuellen FORMAT.
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