Erste Handy-Schäden auch in Österreich

Achtung, eine neue "Viren-Generation" attackiert Handys! Die "Killer" werden via SMS eingeschleust. Einmal importiert, werden Daten zerstört. Mittlerweile wurden bereits erste Attacken auf Handys in Österreich gemeldet.
Die Entwickler von Computer-Viren, so genannte Hacker, haben Handys als neues Angriffsziel für ihre "Virenattacken" entdeckt. Mittels der Handy-Funktion Short Message System (SMS), bei der normalerweise Textnachrichten übermittelt werden, gelangen Viren auf das Telefon.
Schaden ähnlich wie bei PC-Viren
Der unmittelbare Schaden an den Mobiltelefonen sei ähnlich wie bei den PC-Viren. Also oft sehr unterschiedlich. "Es hängt davon ab, welchen Virus man sich eingefangen hat," so "Virenexperte" Christian Schmid. Der Chef der Linzer Firma Dataprot erklärt: "Besitzer der Mobiltelefone glauben oft, dass es sich um eine 'normale' Störung handelt. Und viele wissen gar nicht, dass es Viren auch bei Handys gibt", meint Schmid. Er rechnet damit, dass sich diese Art von Viren im nächsten halben Jahr massiv ausbreiten werden.
Manchmal hilft kurzes Akku-Entfernen
Bei einem eher harmlosen "Befall" komme es nur zu einer vorübergehenden Störung bestimmter Funktionen, die das Handy für den Benutzer über einen gewissen Zeitraum unbrauchbar macht, so Schmid. Durch ein kurzes Entfernen des Akkus oder der so genannten SIM-Karte sei das "befallene" Handy aber rasch wieder virenfrei. Weitaus gefährlicher sei aber zum Beispiel der Handy-Virus mit dem bezeichnenden Namen "Freeze", der Telefone beim Versuch des Lesens einer Kurznachricht regelrecht einfriert und somit funktionsuntauglich macht.
In vielen Fällen reiche dann das Entfernen bestimmter Handyteile nicht mehr und der Erwerb einer neuen SIM-Karte sei oft die Minimum-Schadensbegrenzung, so der Virenexperte. Von ihrer Wirkungsweise seien aber Handy-Viren nicht in die "Familie" der Computerviren einzureihen. Bei den PC-Viren handle es sich um Programme, die eigene Codes auf andere Programme übertragen können. Das sei aber bei Mobiltelefonen nicht möglich, da die SMS-Funktion nur Textzeichen überträgt und keine eigenen Programmfunktionen erfüllt, erläutert Schmid.
Ihren Ursprung haben diese "Handy-Killer", ähnlich wie die Computerviren, im Internet, wo auf zahlreichen einschlägigen Seiten unter anderem auch konkrete Programme zu Entwicklung solcher Viren angeboten werden. Hacker hätten mittlerweile einen regelrechten "Sport" aus dem Schreiben solcher Programme gemacht. Einen konkreten Schutz vor dieser neuartigen Virenpopulation gäbe es derzeit noch nicht. "Derzeit wird an der Entwicklung von Schutzprogrammen für Handy gearbeitet. Sie funktionieren ähnlich wie Virenscanner am PC", sagt der Computerspezialist.
Demokratiereform08:52
Demokratie "neu"Arbeitsgruppe im Parlament arbeitet an Verbesserung der Bürgerbeteiligung
Grand Prix von Monaco07:51
Monte Carlo dreht aufGP-Klassiker wird zum Reifen-Roulette. Die 70. Auflage hat gleich mehrere Favoriten.

