Donnerstag, 7. Juni 2001

Wollen Aussprache mit ÖIAG-Chef Heinzel

Die Betriebsräte der ÖIAG-Unternehmen sind um die Entwicklung in der staatlichen Industrie- und Beteiligungsholding mehr als besorgt. Sie wollen in den nächsten Tagen eine Aussprache bei Aufsichtsratspräsident Alfred Heinzel und möglicherweise auch Vorstandssprecher Johannes Ditz verlangen.

Der Schweizer Papiermanager Ernst Häberli, der als erster Nachfolgekandidat an der Spitze der Telekom Austria (statt Heinz Sundt) gegolten hat, soll bereits abgesagt haben, da ihm die Vorgangsweise bereits zu unprofessionell erscheine, heißt es aus Aufsichtsratskreisen.

Ein einhelliger Beschluss der ÖIAG-Betriebsräte ist noch ausständig, doch werde ein solcher vorbereitet. "Wir müssen uns als Betriebsräte schützend vor die rund 150.000 Familien stellen, die durch die Vorgangsweise in der ÖIAG in ihrer Existenz bedroht scheinen", sagte OMV Zentralbetriebsratsobmann Leopold Abraham. "Aufgrund der aktuellen Situation in der Telekom und der AUA mache ich mir persönliche Sorgen. Wir müssen etwas unternehmen", so Abraham.

7.6.2001 17:16