Keine Aktien verkauft, keine Informationen weitergeleitet
Die Vorstände des deutschen Medienkonzerns Kinowelt haben Spekulationen über Insiderhandel im Zusammenhang mit einer Untersuchung der Wertpapieraufsicht zurückgewiesen. Weder sie noch ihre Familien hätten vor der Veröffentlichung enttäuschender Geschäftszahlen im März Aktien verkauft.
Das erklärten Firmengründer Michael Kölmel, sein Bruder Rainer Kölmel und Finanzvorstand Eduard Unzeitig. Auch hätten sie keine Informationen weitergeleitet.
Das Bundesaufsichtsamt für Wertpapierbesitz hatte eine Untersuchung wegen des Verdachts des Insiderhandels eingeleitet. Bisher unbekannte Anleger sollen vor der Pflichtveröffentlichung knapp 2,8 Millionen Aktien verkauft haben. Die Kontrolleure des Bundesaufsichtsamtes prüfen, wer internes Wissen über die negative Ertragsentwicklung für illegale Aktiengeschäfte genutzt haben könnte. Die Kinowelt-Vorstände kündigten an, den Prüfern alle nötigen Unterlagen zur Verfügung zu stellen.
In der Ad-Hoc-Meldung am 23. März hatte Kinowelt einen Gewinneinbruch für das Jahr 2000 bekannt gegeben. Der Aktienkurs, der Anfang 2000 noch bei über 70 Euro lag, war daraufhin auf 7,90 Euro eingebrochen und in den Monaten darauf noch tiefer gefallen. Am Donnerstag legte die Aktie zeitweise um 5,2 Prozent auf 3,80 Euro (52,3 S) zu.
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