Mittwoch, 6. Juni 2001

NEWS: Die Nachfrage steigt und steigt

Österreich ist in, soviel steht fest. Wo im heimischen Tourismus noch vor wenigen Jahren lange Gesichter vorherrschten und die Umsätze zurückgingen, befindet sich unser Land nun auf der Höhe eines Reisebooms. NEWS verrät ihnen, warum unsere Heimat so beliebt ist.

Nach der drastischen Talfahrt Mitte der 90er Jahre befindet sich der Tourismus in Österreich seit 1996 wieder in einer kräftigen Aufwärtsentwicklung. So scheinen Einnahmen jenseits der 110-Milliarden-Schilling-Grenze für den heurigen Sommer erfreulich realistisch. Wifo-Experte Egon Smeral geht von einem „Plus von 6,5 Prozent“ aus.

Gestiegene Nachfrage aus nahezu allen europäischen Ländern
Die Reiselust der Deutschen ist ungebrochen, und insgesamt verzeichnen wir aus allen Herkunftsländern außer Frankreich eine gestiegene Nachfrage.“ Martin Fast von ITS-Billa-Reisen Österreich profitiert wiederum vom Trend, wieder mehr Urlaub im eigenen Land zu machen: „Im Vergleich zum Vorjahr haben wir ein Buchungsplus von 50 Prozent geschafft.“

Die Top-10-Österreichurlauber 2000 (in Mio. Nachtigungen)
Deutschland: 52,3
Niederlande: 7,4
Österreich: 3,1
Großbritannien: 3,0
Schweiz: 2,9
Italien: 2,5
Belgien: 2,0
USA: 1,9
Frankreich: 1,5
Dänemark: 0,9

Österreich als Schnäppchenurlaub
Die Gründe für die positive Entwicklung des heimischen Tourismus liegen auf der Hand. Einerseits profitiert man von nicht direkt beeinflussbaren Faktoren wie der Euroschwäche, die Österreich für Engländer, Schweizer und vor allem Amerikaner derzeit zu einem absoluten Schnäppchen-Urlaub macht. Ebenso positiv auch der generelle Trend zu Urlaubsdestinationen, die mit dem Auto erreicht werden können.

Bundesländer-Ranking: Sommer 2000 (in Mio. Nächtigungen)
Tirol: 17,4
Kärnten: 9,8
Salzburg: 9,1
Steiermark: 5,4
Wien: 4,6
Oberösterreich: 4,5
Niederösterreich: 3,7
Vorarlberg: 3,2
Burgenland: 1,9

Viel gelernt in den letzten Jahren
Andererseits aber haben die heimischen Tourismus-Anbieter aus den Krisenjahren viel gelernt und sich so vor allem selbst an den Haaren aus dem Sumpf gezogen. Überteuerte Übernachtungsangebote mit lieblosem Semmel-Marmelade-Frühstück und Minischnitzel zu Höchstpreisen gehören inzwischen – nahezu – der Vergangenheit an.

Wofür die Urlauber in Österreich ihr Geld ausgeben, erfahren Sie im aktuellen NEWS

6.6.2001 19:09