Arbeitslosigkeit steigt wieder - 174.857 Jobsuchende

Die Abschwächung der Konjunktur hat auch am heimischen Arbeitsmarkt Spuren hinterlassen: Erstmals seit März 1999 nahm die Arbeitslosigkeit in Österreich gegenüber dem Vorjahr wieder zu. Um 0,5 Prozent oder 823 Personen ist die Zahl der Arbeitslosen auf insgesamt 174.857 gestiegen.
Verlangsamt hat sich der Rückgang der Arbeitslosigkeit bereits im April. Am härtesten betroffen ist die Baubranche, die im Mai einen Anstieg der Arbeitslosigkeit um knapp 17 Prozent oder um fast 2.000 Betroffene auf 13.407 arbeitslose Bauarbeiter hinnehmen musste.
Im Vergleich zum Vormonat ging die Arbeitslosigkeit um 16.534 oder um 8,6 Prozent zurück. Der Beschäftigtenzuwachs fiel im Mai nur mäßig aus. Der Anstieg gegenüber dem Vorjahr betrug im Mai 14.805 Personen oder 0,47 Prozent auf 3,150.043 unselbstständig Beschäftigte. Gegenüber April nahm die Beschäftigung um 19.942 Personen oder um 0,64 Prozent zu.
In Schulung und damit nicht in der Arbeitslosenstatistik befanden sich im Mai 33.595 Jobsuchende. Das waren um 9,4 Prozent oder um 2.890 Personen Mehr als im Vorjahr.
Die Arbeitslosenquote nach nationaler Berechnung betrug im Mai 2001 wie im Vorjahresmonat 5,3 Prozent. Im April dieses Jahres wurden eine Quote von 5,8 Prozent ausgewiesen. Die EU-Quote betrug im Mai unverändert wie im April und vor einem Jahr 3,7 Prozent.

