Dienstag, 5. Juni 2001

Radikaler Sparkurs soll börsenfit machen

Der Mediengigant Bertelsmann treibt seine Vorbereitungen für den Börsengang vorn. Um sich fit für den Aktienmarkt zu machen plant Konzern einen restriktiven Sparkurs. Von "intensiver Kostenorientierung" ist die Rede, ob dies auch den Pertsonalbereich betrifft, bleibt abzuwarten.

Mit einem radikalen Sparprogramm macht sich der Medienkonzern Bertelsmann fit für sein Börsen-Debut, schreibt die "Financial Times Deutschland" (Dienstagausgabe). Bertelsmann werde ab sofort auf einen möglichen Börsengang vorbereitet, wird ein der Zeitung vorliegendes Papier von Unternehmenschef Thomas Middelhoff zitiert. Dabei mache Middelhoff eindeutige Vorgaben.

Ziel sei es, innerhalb der nächsten drei Jahre eine Umsatzrendite von mindestens 10 Prozent zu erreichen. Derzeit liege sie bei rund 6 Prozent. Im operativen Geschäft seien Verbesserungen notwendig. Es sei die Rede von "intensiver Kostenorientierung" und "maximaler Ausschöpfung der Umsatzpotenziale".

Weiteren Informationen der Zeitung zufolge sollen auch die Investitionen in Internetfirmen deutlich gekürzt werden. Für das erste Jahr habe man sich 20 Mill. Dollar (23,6 Mill. Euro/325 Mill. S) vorgenommen, wird Arnold Bahlmann, Vorstandsmitglied für den Bereich Bertelsmann Capital, zitiert.

5.6.2001 11:00