Montag, 4. Juni 2001

Glawischnig: Bankrotterklärung der Landesregierung

"Ein klein wenig überrascht" zeigte sich Wirtschafsminister Martin Bartenstein über den Einstieg des deutschen Atomstromkonzerns RWE beim Kärntner Stromvesorger Kelag. "Führende politische Vertreter in Kärnten haben mehrfach gesagt, wie wichtig eine österreichische Stromlösung sei. Die Entscheidung des Landes Kärnten geht genau ins Gegenteil", so Bartenstein.

Kärntens Landeshauptmann Jörg Haider (im Bild nach der Pressekonferenz zum Kelag-Verkauf) wiederum hielt Bartenstein vor, im Februar Gespräche mit den Ländern über eine österreichische Lösung angekündigt zu haben. "Diese Gespräche haben bis heute nicht statt gefunden". Er müsse aber als Landeshauptmann für die "Zukunft meines Energieunternehmens so regeln, dass man nicht mehr vom Bund und vom Wohlwollen der Verhandlungen abhängig" sei.

Die grüne Umweltsprecherin Eva Glawischnig sprach von einem "Ausverkauf der Kärntner Umweltpolitik" und einer "Bankrotterklärung der gesamten Kärntner Landesregierung". Man könne nicht auf einer Seite ständig gegen Temelin und ausländische Atomkonzerne wettern, kaum gebe es diese Möglichkeit, werde aber mit so einem Konzern ein Deal eingegangen.

4.6.2001 09:28

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