Samstag, 9. Juni 2001

SPEZIAL: Alles über die Österreich-Rundfahrt

Die Fans dürfen gespannt sein. Die 53. Österreich-Radrundfahrt soll eine Rundfahrt der Österreicher werden. Gerhard Trampusch trägt die größten Hoffnungen auf den Gesamtsieg. Und auch für Tageserfolge gibt es mehrere Anwärter wie Matthias Buxhofer, Werner Riebenbauer und Gerrit Glomser. Gestartet wird die Rundfahrt am Montag um 12:00 Uhr in Dornbirn.

Bundestrainer Günter Lux will das junge Nationalteam, in dem neben Kapitän Trampusch u.a. auch Christian Pfannberger und Jürgen Pauritsch fahren, keinem übergroßen Druck aussetzen. Insgeheim hofft aber auch er auf einen Podestplatz in der Gesamtwertung. Für den kommt vor allem Telekom-Profi Trampusch in Frage. "Die Rundfahrt ist extrem gut besetzt und es ist nicht leicht, zu gewinnen", sagte der Tiroler, der beim erwarteten "Showdown" auf dem Kitzbüheler Horn am Donnerstag (Fronleichnam) seine Kletterqualitäten ausspielen will.

Ohne Georg Totschnig
Weitere heimische Anwärter auf einen Spitzenplatz sind in Abwesenheit von Vorjahressieger Georg Totschnig, der sich auf die Tour de Suisse vorbereitet, dünn gesät. Hannes Hempel, der Vorjahres-Zweite, schlug sich seit März mit Kniebeschwerden herum und hat seit Anfang Mai erst ein Rennen bestritten. Sein Gerolsteiner-Kollege Thomas Mühlbacher, vor zwei Jahren Sechster, fühlt sich ebenfalls nicht in der Lage, ganz vorne mitzumischen.

Stars kommen nur zum Einrollen
Obwohl die früheren Sieger Frank Vandebroucke (Belgien/1996) und Daniele Nardello (Italien/1997) sowie große Kaliber wie der Weltranglisten-Neunte Raimondas Rumsas (Litauen) und Ex-Weltmeister Oscar Freire (Spanien) am Start sind, sollte ein Österreich-Legionär größter Rivale der Heimischen um den Gesamtsieg werden. Für die Stars ist die Rundfahrt vielfach nur eine Station auf dem Weg zur Tour de France oder ein Einrollen für die unmittelbar anschließende Tour de Suisse. Sie gehen daher nicht an allen Tagen an ihre Grenzen.

Vandelli denkt an den Sieg
Anders Maurizio Vandelli, über den wohl der Weg zum Sieg auf den sieben Etappen nach Gröbming führt. Der Gewinner von 1999 aus dem Team Stabil Steiermark hat die Bank Austria-Tour erneut zu seinem Saisonziel Nummer eins erkoren. "Ich bin glücklich über meine gute Form und mein Kopf ist frei", sagte der Italiener, der kein Hehl aus seinen Ambitionen macht. "Ich denke nur an den Sieg", erklärte Vandelli, und er hat auch schon einen Plan, wie er ihn einfahren könnte: "Das Kitzbüheler Horn wird entscheidend, ich will bis zu den letzten fünf Kilometern alles kontrollieren und dann muss ich attackieren."

9.6.2001 13:48