Mehrkampf-Talent mit großer Zukunft

Der erst 16-jährige Osttiroler Johannes Kuenz hat überraschend die IAAF-Wertung beim 9. Jedermann-Zehnkampf im Wiener Happelstadion gewonnen. Der junge Österreicher siegte mit ausgezeichneten 6.715 Punkten.
Zweiter wurde der Tscheche Vit Rus (6.287), Dritter der südafrikanische Favorit Martin Plews (6.025), der wegen des Regens im Stabhochsprung einen Salto Nullo fabrizierte und so die angepeilte 7.000 Punkte-Marke verpasste.
Kuenz ist eines der größten Mehrkampf-Talente
Kuenz stammt von einem Bergbauernhof über Lienz und ist eines der größten Mehrkampf- Talente Österreichs im Jugendbereich seit Jahrzehnten. "In diesem Alter waren weder Sepp Zeilbauer noch ich so weit. Er hat zudem tolle Willens-Eigenschaften gezeigt", lobte Veranstalter Georg Werthner, der beim zahlenmäßig weltgrößten Zehnkampf wieder auf eine gelungene Veranstaltung blicken konnte. "Besonders froh bin ich, dass es wieder verletzungsfrei abgegangen ist. Schade nur, dass es beim Stabhochsprung der IAAF-Gruppe geregnet hat."
Bester Jedermann-Zehnkämpfer (noch kein bzw. kein Verbandswettkampf in den vergangenen fünf Jahren) im Bewerb mit minimalen Erleichterungen (niedrigere Hürden) war der Wiener Manfred Kroeswang mit 5.453 Punkten, auch die beste "Jederfrau" kam mit Elisabeth Langeneder (3.433) aus Wien. 528 der rund 600 gestarteten Teilnehmer (darunter 90 Frauen) beendeten den erneut größten Zehnkampf der Welt trotz unwirtlichen Wetters.
