Steirer hat noch Verbesserung im Sinn

Die ersten beiden Wochen der 84. Auflage des Gio d'Italia sind geschlagen. Heute haben die Fahrer den einzigen und wohl verdienten Ruhetag, bevor es in der letzten Woche mit drei Bergetappen noch ein Mal richtig zur Sache geht. Einziger Österreicher ist Peter Luttenberger, der nach 16 Etappen auf dem 14. Platz der Gesamtwertung liegt, 12:21 Minuten hinter dem Führenden Gilberto Simoni.
Und Luttenberger ist mit dem bisher erreichten nicht unzufrieden. "Ich habe gesehen, dass die persönliche Form passt und das ist wichtig. Leider hatte ich zu Beginn einen Sturz, der rund zwei Minuten gekostet hat und am Freitag auf dem Weg zum Pordoi-Pass einen Defekt, der mich aus der Spitzengruppe gerissen hat und wo ich dann fast fünf Minuten verloren habe. Also könnte ich im Idealfall fast sieben Minuten weiter vorne sein im Gesamtklassement", sagte der Steirer. Knapp sieben Minuten weniger Rückstand würden immerhin Gesamtplatz Fünf bedeuten. Kein Wunder, dass Luttenberger zufrieden sein muss.
Trotzdem hat er sich für Woche drei einiges vorgenommen. "Da kann viel passieren, es kommt darauf an, wie viel Energie noch vorhanden ist. Und ich fühle mich recht gut", so "Lutte", der auch am Ruhetag in San Remo "rund zweieinhalb bis drei Stunden" auf dem Rad saß, um den Rhythmus nicht zu verlieren. Sein Ziel: "Am liebsten wäre es mir natürlich, wenn ich mich in der Gesamtwertung noch nach vor schieben könnte und auch eine Etappe gewinne", schmunzelte er, "aber wenn man Gesamt vorne mitfahren will, muss man ohnehin in den schweren Etappen bei der Spitze sein."
Gelegenheiten, seine Stärken auszuspielen hätte der Bergspezialist in der letzten Woche noch genug. "Es stehen noch drei schwere Bergetappen an, wobei mir die Bergankunft in S. Anna die Vinadio am Donnerstag sicher entgegen kommt", sagt Luttenberger. Mit seiner Tacconi-Mannschaft ist der 28-Jährige zufrieden. "Sie helfen mir, wo sie können. Leider sind drei Mann krank, aber für mich ist ohnehin wichtig, dass ich alle Freiheiten habe", so Luttenberger. Die wollte er am Samstag schon nützen, als er ein Mal attackierte, aber wieder eingeholt wurde. Doch den Mut hat Luttenberger nicht verloren: "Vielleicht klappt's ja noch ein Mal."
