Stift Kremsmünster reagiert auf FORMAT-Interview

Zu der umstrittenen Firmpredigt seines Abtes Oddo Bergmair hat Sonntag das Stift Kremsmünster (Bild) (Bezirk Kirchdorf) in Oberösterreich offiziell Stellung bezogen. Das Stift könne beileibe nicht für die Maschinerie des Nationalsozialismus vereinnahmt werde. Der Abt habe nochmals sein Bedauern ausgedrückt und sich für seine Aussagen entschuldigt, heißt es.
"Es ist der Eindruck der Verherrlichung der Nazi-Zeit entstanden. Dazu möchten wir den Hinweis geben, dass das Stift daran überhaupt kein Interesse hat", so der frühere Prior und Gymnasialdirektor Pater Jakob Krinzinger in der offiziellen Stellungnahme des Stifts. Abt Bergmair habe Sonntag Vormittag nochmals sein Bedauern ausgedrückt und sich entschuldigt.
Pater Jakob Krinzinger wies in der Stellungnahme vor allem auch darauf hin, dass das Stift selbst unter dem NS-Regime gelitten habe. So sei im Jahr 1938 das Stiftsgymnasium, im Jahr 1941 das Stift selbst aufgehoben worden. Man erinnere sich noch mit Abscheu an die Gräueltaten der Nazi-Zeit. "Wir wissen, dass der Abt alles Andere als ein Sympathisant ist", so der Pater. Mit dieser Klarstellung wolle sich das Kloster auch von allen unglücklichen Aussagen, falschen Interpretationen und missverständliche Zitaten endgültig distanzieren.
Im Rahmen einer Firmung in Oberösterreich hatte der Abt die positiven Aspekte des Gemeinschaftsgefühls während der NS-Herrschaft hervorgehoben: "Ein Volk, ein Reich, ein Führer, und wir sind damals marschiert".
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