Autobombe in Stadtzentrum in Nordspanien explodiert

Mutmaßliche Terroristen der baskischen Separatistenorganisation ETA haben mit der Explosion einer Autobombe in der Innenstadt von Logrono schwere Schäden im Geschäftszentrum der nordspanischen Stadt angerichtet. Mehrere Anwohner und Passanten erlitten bei dem Anschlag in der Hauptstadt der Weinbauregion La Rioja am Sonntag leichtere Verletzungen. Es wurde niemand getötet.
Die Autobombe enthielt nach Angaben der Polizei mit 25 bis 40 Kilogramm Dynamit eine relativ große Menge Sprengstoff. Kurz vor der Explosion hatte ein Unbekannter mehrfach im Namen der ETA über Notruf vor dem Anschlag gewarnt. Der Anrufer gab den Ort der Detonation allerdings nicht korrekt an. "Dass niemand ums Leben kam, ist nur dem raschen Eingreifen der Polizei zu verdanken", sagte der Chef der autonomen Regierung von La Rioja, Pedro Sanz.
Die Innenstadt von Logrono bot nach dem Anschlag ein Bild der Verwüstung. In Hunderten von Geschäften, Wohnungen und Büros im Umkreis von 150 Metern waren die Scheiben zu Bruch gegangen. Die Autobombe war vor einem 19-stöckigen Hochhaus mit Büros und Wohnungen in unmittelbarer Nähe der wichtigsten Einkaufsstraße und der Regierungsgebäude explodiert.
Die fünf unteren Büroetagen des Hochhauses wurden völlig zerstört. Die Bewohner der oberen Stockwerke waren eingeschlossen. Sie konnten das Gebäude stundenlang nicht verlassen, da die Aufzüge nicht mehr funktionierten und Teile des Treppenhauses weggerissen worden waren. Die Terroristen hatten nach Polizeiangaben das Auto mit der Bombe eigens so abgestellt, dass möglichst große Schäden an dem Hochhaus entstanden.
Die ETA hat seit dem Ende ihrer "Waffenruhe" vor eineinhalb Jahren 19 Autobomben in Spanien explodieren lassen. Insgesamt wurden in dieser Zeit 31 Menschen bei ETA-Anschlägen getötet, acht davon in diesem Jahr.
Familiendrama in St. Pölten21:30
Vater schießt auf SohnUnfassbarer Vorfall in Volksschule Wagram. Auch Tochter aus Klasse geholt
Canyoning-Unfall20:30
Zwei TodesopferTeilnehmer einer Gruppe stürzen in Bachbett - Beide erleiden tödliche Verletzungen
Fleischfressende Bakterien10:56
Angst vor Killer-KeimenStudentin in den USA ringt ums Überleben - Expertin klärt auf: Fälle auch in Österreich
