Sechs Kinder noch in Lebensgefahr

Die ersten Bilder nach dem Drama: Slideshow
Ein Amokläufer hat in einer japanischen Grundschule mindestens acht Kinder erstochen. Der offenbar geistesgestörte 37-Jährige war am Morgen in die Grundschule im westjapanischen Ikeda gestürmt und hatte mit einem 15 Zentimeter langen Messer auf mindestens 26 Kinder und drei Lehrer eingestochen.
Bei den Opfern handelt es sich überwiegend um Erst- und Zweitklässler, außerdem wurden drei Lehrer verletzt. Viele erlitten Stichwunden an der Seite oder im Arm. Sechs Kinder befinden sich nach wie vor in Lebensgefahr, teilte ein Sprecher der Feuerwehr mit. Als zwei Lehrer den Täter in ein Handgemenge verwickelten, riefen Mitarbeiter der Schule die Polizei und trieben die Kinder auf den Schulhof. Die Grundschule in der Provinz Osaka wird von etwa 700 Kindern besucht.
Die Polizei verhaftete den Amokläufer, der früher als Hausmeister - in anderen Berichten als Büroangestellter - an einer anderen Grundschule in einer Nachbarprovinz gearbeitet hatte. Dort soll er im Jahr 1999 Lehrern Beruhigungsmittel in den Tee gegeben haben. Bereits zu diesem Zeitpunkt war er in psychologischer Behandlung. Er wurde verletzt in ein Krankenhaus gebracht, wo ihm der Magen ausgewaschen wurde.
Das Schulmassaker ist das schlimmste Verbrechen in Japan seit dem Nervengasanschlag auf die U-Bahn in Tokio vor sechs Jahren. Die japanische Regierung zeigte sich entsetzt. "Schulen sollten Orte sein, an denen sich Kinder sicher fühlen können", sagte Bildungsministerin Atsuko Toyama.
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