Freitag, 8. Juni 2001

Weiterhin hartes Vorgehen gegen UCK

Die ethnischen Konflikte in Mazeodnien drohen sich auszuweiten. Neue Überfälle auf Moscheen in Stip und Tetovo lassen eine baldige und dauerhafte Lösung des Konfliktes in weiter Ferne erscheinen. Die mazedonische Regierung erklärte nun, dass sie auf die Verhängung des Kriegszustands im Kampf gegen die albanischen Rebellen verzichtet.

Gleichzeitig betonte Ministerpräsident Ljubco Georgievski am Freitag in Skopje, er halte an einem harten Vorgehen gegen die selbst ernannte "Nationale Befreiungsarmee" UCK fest. Die Rebellen hatten der Regierung am Donnerstagabend einen Waffenstillstand angeboten. Voraussetzung sei, dass die Armee "auf Provokationen" verzichte.

Ungeachtet des Angebots hatte die Armee am Morgen ihre Angriffe auf Rebellenstellungen fortgesetzt. Panzer beschossen die UCK-Stützpunkte im Norden des Landes, wie ein AFP-Reporter vor Ort berichtete. Nahe dem orthodoxen Kloster von Matejce waren zahlreiche Explosionen zu hören. Auch in Slupcane, Otlja und Orizare schlugen Granaten ein. Die UCK und die mazedonische Armee liefern sich seit März heftige Gefechte im Norden Mazedoniens, wo die Rebellen mehrere Dörfer besetzt halten. Tausende Dorfbewohner sitzen im Kampfgebiet fest.

8.6.2001 11:12