Mittwoch, 30. Mai 2001

Bald in Österreich erhältlich: Neue Männer-Pille

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Rasche Hilfe: Sex-Tipps

Sie macht müde Männer munter - die neue Wunder-Pille, die jetzt Viagra Konkurrenz macht! Sie kommt mit zwei verschiedenen Namen auf den Markt: Ixense oder Uprima. Am Montag hat die Europäische Kommission das Medikament zugelassen. Die Männer-Pille soll auch bald in Österreich auf den Markt kommen.

"Die Zulassung von Apomorphin ist eine wichtige Neuigkeit für Männer mit Potenzstörungen. Damit gibt es eine wirkliche Wahl in der first-line Therapie der erektilen Dysfunktion", erklärte Univ.-Doz. Dr. Andreas Jungwirth. Der Salzburger Experte ist Vorsitzender des Arbeitskreises Andrologie und sexuelle Funktionsstörungen der Österreichischen Gesellschaft für Urologie.

So klappt's mit der neuen Wunder-Pille
Das Apomorphin-Präparat - die Substanz wird seit langem auch zur Behandlung des Morbus Parkinson verwendet - wurde von einem Gemeinschaftsunternehmen der Pharmafirmen Takeda (Japan) und Abbott (USA entwickelt. Die Firmen bringen es unter zwei Namen (Ixense - Takeda, Uprima - Abbott) auf den Markt. Die Tabletten (je zwei bis drei Milligramm Wirkstoff) wirken auf das Gehirn und auf das Rückenmark, von wo die Erektion gesteuert wird. Erste Reaktionen zeigen sich bereits 20 Minuten nach der Einnahme.

Männer testeten in Wien: "Wirkt ähnlich wie Viagra"
An der Universitätsklinik für Urologie in Wien wurde das Medikament an mehreren Patienten von Dr. Werner Reiter erprobt. Er erklärte im Februar dieses Jahres gegenüber der APA: "Man sieht Erfolge, die ähnlich sind wie bei 'Viagra'. (...) Im Grunde warten wir wirklich auf die Zulassung des neuen Mittels." Sildenafil (Viagra) entfaltet seinen Effekt, indem es im Penis das Enzym Phosphodiesterase 5 hemmt, die glatte Muskulatur entspannt und so zur Erektion führt.

Ein möglicher Vorteil von Apomorphin: Auch Männer, die an chronischen Herzkrankheiten leiden und so genannte Nitrate zur Erweiterung der Herzkranzgefäße einnehmen müssen, können das Medikament gegen Impotenz verwenden. Die häufigsten Nebenwirkungen sind Übelkeit (6,8 Prozent), Kopfschmerzen (6,7 Prozent) und Schwindelgefühl (4,4 Prozent).

Potenz-Markt ist hart umkkämpft
Mehrere Pharmakonzerne entwickeln derzeit Medikamente zur Behandlung der erektilen Dysfunktion. So arbeitet das deutsche Unternehmen Bayer an "Vardenafil". Es handelt sich um eine Substanz, die Sildenafil (Viagra) ähnlich ist. Vardenafil soll in der zweiten Hälfte des Jahres 2002 zugelassen werden.

Die Medikamente zur Therapie der erektilen Dysfunktion wirken von Patient zu Patient unterschiedlich gut. Deshalb bedeuten mehr Substanzen auch bessere Therapiechancen. Neben Apomorphin und Sildenafil gibt es vor allem noch Prostaglandin E zur Selbstinjektion in den Penis.

30.5.2001 10:16