Freitag, 1. Juni 2001

500.000 Besucher bei Homosexuellen-Festival erwartet

Von 1. bis 30. Juni dauert das "Europride-Festival 2001" in Wien. Die Lesben- und Schwulenveranstaltung findet jedes Jahr in einer anderen europäischen Stadt statt. Eröffnet wird das Fest mit dem Hissen der 60 Mal sechs Meter großen "Regenbogenfahne" am Donauturm und mit dem "Wiesenfest". Insgesamt werden 500.000 Besucher erwartet.

Bis 30. Juni sollen zwei bis drei unterschiedliche Events jeden Tag stattfinden. Den Festival-Teilnehmern steht sogar eine eigene "Gesundheitsstraße" zur Verfügung. Auch die Wiener Straßenbahnen tragen ab Anfang Juni alle Farben des Regenbogens. Eine Gala im Parkhotel Schönbrunn am 2. Juni gibt dann den "offiziellen Startschuß".

Programm-Highlights
Das Europride-Festival will sämtliche Lebenbereiche wie Politik und Gesellschaft über Kultur bis zu Gesundheit, Sport und Spaß abdecken. Der Stöckelschuh-Staffellauf etwa ist Teil eines "Tuntathlon/Queen's Athlon" am 29. Juni. Die erste österreichische Gesundheitsstraße für Lesben, Schwule und Transgender Personen bietet unter anderem ein "Fit for Sex"-Programm und Informationsgespräche über Vorbeugung und Behandlung spezifischer Krankheiten.

Das Kulturprogramm will ein "Best of" der vergangenen fünf Jahre "Wien ist andersrum" sein, Hauptveranstaltungsort ist das Europride-Zelt im Sigmund Freud-Park vor der Votivkirche. Das "Sing Along" in der Volksoper am 28. Juni ist - weltweit noch nie dagewesen - sicher einer der Höhepunkte. Sogenannte Warm Ups zur Operetten-Verfilmung mit Peter Alexander und Waltraud Haas sollen das Publikum in die richtige Stimmung bringen.

Wer hat das schönste Kostüm?
Das Publikum darf, ausgestattet mit einem u.a. mit Mozartkugeln und Obstler gefüllten "Spaß-Sackerl" in die Chorpassagen einstimmen und das Geschehen u.a. mit Kuhglocken, Jodelbären oder Österreich-Fahnen unterstützend kommentieren. Außerdem wird in der Pause das originellste Zuschauer-Kostüm prämiert. Kaiser Franz Josef wird übrigens entgegen anderslautenden Gerüchten nicht von Baumeister Richard Lugner verkörpert, er ist aber eingeladen und sicher ein Favorit für den Kostümpreis.

Außerdem soll die heurige Eigenproduktion "Sissi - Beuteljahre einer Königin" im Rabenhof, Theater und ein Queer-Film Festival die zahlreichen Besucher unterhalten.

Darling Dagi
Selbstverständlich darf auch Dagmar Koller nicht fehlen - Sie wird beim Eröffnunfball, der Regenbogenparade und auch bei einem eigenen Zeltevent erwartet. Weiterer Höhepunkt: Eine "Hallo wie geht's"-Talkshow mit Dagmar Koller und Sven Gächter, in der die Sängerin beschreibt, wie sie zur Kultfigur der östereichischen Homosexuellen-Szene wurde.

1.6.2001 12:38

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Kino

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