Freitag, 1. Juni 2001

Wer wird der neue Libro-Eigentümer?

Die Liste der möglichen Käufer liegt vor: Anton Stahrlinger, der Besitzer des Papiergroßhändlers PBS Austria, hat ein konkretes Konzept für die Übernahme von Libro auf den Tisch gelegt. Die Konkurrenten des Welsers sind der Medienmulti Bertelsmann und die österreichische VCH Beteiligungs AG.

Libro-Chef André Rettberg und Aufsichtsratspräsident Kurt Stiassny kämpfen. Denn nur eine Übernahme kann den landesweit bekannten Filialisten vor weiterem Übel bewahren. Zumindest drei Interessenten haben sich eingefunden, von denen auch ein vorläufiges Angebot zu erwarten ist:

- Stahrlingers PBS Austria mit zwei amerikanischen Investmentfonds, die das nötige Kleingeld beisteuern.

- Der finanzkräftige deutsche Medienmulti Bertelsmann.

-Die österreichische VCH Beteiligungs AG rund um den Wiener Unternehmer August Andre de Roode.

-Dem Vernehmen nach hat auch der Investmentfonds CVC ein Auge auf Libro geworfen. Nicht ausgeschlossen ist, daß sich die Briten noch mit einem der anderen Anbieter ins Boot setzen.

Doch die Gespräche mit Anton Stahrlinger, Eigentümer des Papiergroßhändlers PBS, sind am weitesten gediehen. Sein Konsortium hat bereits konkrete Vorschläge auf den Tisch gelegt und fordert jetzt eine schnelle Entscheidung. Dem Oberösterreicher schwebt vor, möglichst bald das Recht auf Exklusivverhandlungen eingeräumt zu bekommen. Doch entscheiden werden letzten Endes die Banken.

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1.6.2001 12:06