Donnerstag, 31. Mai 2001

Über 11.400 Überstunden im Jahr 2000 abgerechnet

Infrastrukturministerin Monika Forstinger (FPÖ) kommt weiter unter Druck. Die Vorgänge im Büro der Ministerin sollen nun vom Rechnungshof-Ausschuß des Parlaments untersucht werden.

Das kündigt der Vorsitzende, Werner Kogler, (Grüne) gegenüber FORMAT an: "Ich konstatiere bei Frau Minister Forstinger grobe Verschwendung. Wir werden einen Antrag stellen, Frau Minister Forstinger zu laden".

Laut FORMAT beschäftigt Forstinger derzeit in ihrem Büro 20 Mitarbeiter, vierzehn davon über umstrittene Leihverträge. Noch am 1. Dezember 2000 hatte Forstinger acht Mitarbeiter in ihrem Kabinett, ein Monat später waren es bereits elf Mitarbeiter. Forstinger und ihr Vorgänger Michael Schmid rechneten zudem der Republik im Jahr 2000 insgesamt 11.411 Überstunden ihres Ministerbüros ab, das sind im Schnitt 519 Schnitt pro Person.

Zuletzt hatte der Fall der falschen Magistra Ute Fabel die umstrittene Überstundenregelung publik gemacht - mit einzeln abgerechneten Überstunden verdiente diese 200.000 Schilling im Monat. Auch der Rechnungshof hatte zuletzt die Praktik der Leihverträge heftig kritisiert.

31.5.2001 12:48