Donnerstag, 31. Mai 2001

Für Kunden bedeutet es eine Verdoppelung der Filialen

Die Bank Austria (BA) und die Creditanstalt (CA) fusionieren. Die beiden Banken werden gesellschaftsrechtlich zur "Bank Austria Creditanstalt AG" zusammengeschlossen. Die Integration wird im Laufe des ersten Halbjahres 2002 realisiert.

Dies teilten Bank Austria-Generaldirektor Gerhard Randa und CA-Chef Erich Hampel am Donnerstag Mittag bei einer Pressekonferenz mit.

Randa sprach von dem Zusammengehen als einem "offensiven Schritt". Ziel sei die weitere nachhaltige Reduktion der Kostenbasis und eine Erhöhung der Schlagkraft am Markt.

Seit der Übernahme der CA durch die BA im Jahr 1997 hatten beide als eigenständige Unternehmen und Marken weiterexistiert. Durch den nun auch gesellschaftsrechtlich bevorstehenden Zusammenschluss von BA und CA wird es möglich, alle - trotz aller seit der CA-Übernahme 1997 erfolgten Integrationsmaßnahmen - noch bestehenden Überlappungen zu beseitigen. Künftig wird es nur mehr eine Marke geben.

Für die Kunden bedeutet das de facto fast eine Verdoppelung der Filialen. Zwar werden einige nah beieinander liegende zusammengelegt, von 470 sollen aber zumindest 400 bleiben.

Seit Dezember 2000 ist die BA/CA-Gruppe Teilkonzern der bayerischen HypoVereinsbank (HVB).

Müssen Mitarbeiter um Jobs zittern?
Randa versicherte, dass es keine fusionsbedingten Kündigungen geben werde. Der Personalabbau werde jedoch im bisherigen Tempo in den nächsten zwei bis drei Jahren weitergehen. Derzeit wird der Inlandsmitarbeiterstand pro Jahr um 500 bis 700 Beschäftigte reduziert, aber vorwiegend über natürliche Fluktuation. Derzeit beschäftigen beide Häuser zusammen 12.700 Mitarbeiter, davon knapp 5.000 die Creditanstalt.

31.5.2001 15:05