Ab sofort müssen User ihre Software anmelden

Microsoft hat den Raubkopierern den Kampf angesagt. Heute erscheint am deutschen Markt das Softwarepaket Office XP mit der umstrittenen "Zwangsregistrierung". Anders als die bisherigen Versionen kann Office XP durch eine so genannte Produktaktivierung nicht ohne weiteres auf verschiedenen Computern installiert werden.
Für Microsoft hat die neue Office-Familie nach Einschätzung von Analysten große Bedeutung, da sie mehr als ein Drittel zum Konzernumsatz beisteuert. Der neue Namenszusatz XP steht für "Experience" (Erfahrung).
Zahlreiche Computernutzer hatten die neue Technologie der XP- Produktreihe in Internet-Foren heftig kritisiert. "Viele Nutzer schreckt die Zwangsregistrierung für die neue Office-Version, die Microsoft künftig auch bei den neuen Windows-Versionen einsetzen will", sagte Uwe Kauss, Chefredakteur des Online-Computermagazins Computer Channel.
Viele Anwender befürchten unter anderem Probleme, wenn sie sich einen neuen Computer kaufen und die Software neu installieren wollen. Ein Microsoft-Sprecher hält diese Sorge für unbegründet. "Die Aktivierung dauert nur wenige Minuten und ist sehr einfach." Bisher kann ein Programm mit Hilfe der Codenummer auf der Installations-CD auf mehreren PCs laufen, obwohl dies offiziell verboten ist.
Die neuen Office-Anwendungen sollen sich künftig nur noch 50 Mal, das Betriebssystem Windows nur noch 30 Tage lang starten lassen, wenn sich der Käufer nicht bei Microsoft per Internet oder über das Telefon registrieren lässt. Bei der Installation wird ein zehnstelliger Code erzeugt, den der Nutzer an Microsoft schicken muss.
Nach Angaben von Microsoft soll bei dem Registriervorgang nur das Land zwingend angegeben werden, in dem die Software eingesetzt wird. Alle anderen Daten sollen auf Wunsch des Kunden anonym bleiben.

