Gas stärkster Preistreiber: 16,7 Prozent teurer

In Österreich haben die Energiepreise im April die Budgets der privaten Haushalte wieder stärker belastet. Hatte sich der Anstieg der Energiekosten im Vormonat März noch auf 3,9 Prozent verlangsamt, gab es im April 2001 mit einer Preissteigerung von 5,6 Prozent auf Jahresbasis wieder einen deutlicheren Ruck nach oben.
Gegenüber März, also im Monatsabstand, stieg der Energiepreisindex (EPI), den die Energieverwertungsagentur (E.V.A.) unter Verwendung von Daten der Statistik Austria berechnet, um 0,4 Prozent.
Stärkster Preistreiber war im April erneut Gas mit einer Teuerung um 16,7 Prozent. Strom wurde im Jahresabstand um 7,8 Prozent teurer, bedingt durch die Erhöhung der Energieabgabe mit 1. Juni 2000, wie die E.V.A. anmerkt. Bei Fernwärme betrug die Teuerung 5,2 Prozent.
Zu höheren Preisen kam es auch bei den Mineralölen. So musste für Heizöl extra leicht um 9,7 Prozent mehr bezahlt werden als im April 2000. Relativ moderat fielen die Preissteigerungen bei Normalbenzin (0,5 Prozent), Superbenzin (0,7 Prozent) und Diesel (1,9 Prozent) aus. Im Vergleich zum Vormonat März 2001 wurden Heizöl extra leicht um 0,8 Prozent und Dieseltreibstoff um 0,7 Prozent billiger, während die Preise für Normalbenzin um 2,5 Prozent und für Superbenzin um 2,3 Prozent anzogen.
Die festen fossilen Brennstoffe folgten im April der "Leitwährung" Mineralölprodukte. Braunkohlebriketts verteuerten sich auf Sicht von einem Jahr um 5,0 Prozent, Hüttenkoks war um 8,0 und Steinkohle um 9,1 Prozent teurer. Der Preis für Brennholz lag um 0,6 Prozent über dem Vorjahresniveau.

