Sonntag, 3. Juni 2001

15:10-Finalsieg im Rathaus gegen Zennaro

Das achte Weltcup-Turnier der Florett-Fechter in diesem Jahr hat den bereits siebenten Saison-Sieger gebracht. Der junge Italiener Salvatore Sanzo gewann am Sonntag im Großen Festsaal des Wiener Rathauses das Finale gegen seinen Landsmann Matteo Zennaro 15:10.

Von den sechs Österreichern, die am Sonntag noch im Einsatz waren, hielt sich Geld Salbrechter als guter Achter am besten. Er war erst im Duell um den Einzug ins Semifinale am Vize-Weltmeister 1999, Zennaro, 11:15 gescheitert.

Sanzos Erfolg war keine Überraschung. Der 25-jährige Azzurro, wie Zennaro in Syndey Olympia-Dritter mit der Mannschaft, gilt als aufstrebender Star der Florett-Szene und trat in Wien die Nachfolge des kubanischen Vorjahrssiegers Oscar Garcio-Perez an, der wie der ukrainische Weltmeister Sergej Golubitskij in Wien nicht gestartet war. Sanzo war im Vorjahr auch Europameister und hatte vier Siege gefeiert. Heuer war als seine bisher beste Platzierung der zweite Weltcup-Rang von Espinho zu Buche gestanden. Im Wiener Halbfinale schlug er den deutschen Olympia-Zweiten Ralf Bißdorf (15:7), während Zennaro über den Franzosen Luic Attely (15:7) hinwegkam.

Die letzten Vier waren am Nachmittag von der Sporthalle Hopsagasse ins Rathaus übersiedelt. "Schade, es wäre schön gewesen, dort auch noch zu fechten und vielleicht aufs Stockerl zu kommen. Aber ich bin mit meiner Leistung auch so sehr zufrieden", meinte Salbrechter, der heuer schon zwei Mal Dritter (La Coruna und Budapest) gewesen war. Auf dem Weg ins Viertelfinale hatte der Mann von der FU Mödling der Reihe nach den französischen Olympia-Team-Zweiten Brice Guyart 15:14, den russischen Vorjahrsdritten von Wien, Alexander Lakatosch, trotz 8:13-Rückstands 15:14 und den Deutschen Simon Senft 15:3 geschlagen.

Salbrechters als Nummer drei gesetzter Klubkollege Michael Ludwig, der in Wien noch nie das Achterfinale erreicht hatte, besiegte zunächst den Luxemburger Cederic Anen und den Franzosen Jean-Yves Robin jeweils 15:5, unterlag dann aber auf dem Sprung in die Runde der letzten Acht dem Deutschen Dominik Behr nach 13:8-Führung noch knapp 14:15. "Nach dem 13:8 habe ich Fehler begangen und geriet dadurch unter Druck. Bei 14:14 musste ich etwas unglücklich eine kritische Entscheidung hinnehmen", erzählte Ludwig, der unter 135 Fechtern den zehnten Platz belegte.

3.6.2001 17:32