Freitag, 1. Juni 2001

UEFA will Geld zurück

Der Europäische Fußball-Verband (UEFA) will alle "notwendigen Schritte" unternehmen, um von der in Konkurs gegangenen Schweizer Marketing-Gruppe ISMM/ISL Ausstände von 22,5 Mio. Schweizer Franken (14,8 Mio. Euro/204 Mio. S) doch noch zu erhalten.

"Dieses Geld gehört dem europäischen Fußball. Wir haben die Verpflichtung und Verantwortlichkeit, alles zu unternehmen, damit es zurück in das Spiel kommt", erklärte UEFA-Generalsekretär Gerhard Aigner in einer am Freitag veröffentlichten Erklärung.

Die UEFA hatte mit ISL für die Europameisterschaft 2000 einen Vermarktungsvertrag über 204 Mio. S geschlossen. Bisher war das Unternehmen die Zahlung schuldig geblieben. Mit der Forderung der UEFA muss sich nun der Konkursrichter beschäftigen. ISMM/ISL hatten allein im vergangenen Jahr einen Verlust von rund 5,63 Mrd. S (409 Mio. Euro) gemacht. Ein Konkursgericht im Kanton Zug hatte einen Aufschub des Konkursverfahrens gegen die Gruppe abgelehnt.

1.6.2001 15:17