Donnerstag, 31. Mai 2001

"Kann doch das Team nicht im Stich lassen"

"Old-Boy" Hugo Simon bleibt also fest im Sattel. Die österreichische Springreiter-Equipe kann bei den Europameisterschaften Ende Juni in Arnheim (NED) auf ihr Aushängeschild bauen.

Nachdem die Mannschaft am vergangenen Wochenende beim CSIO in Rom mit Rang sechs die Qualifikation schaffte, tritt auch Hugo Simon, der in Rom gefehlt hatte, bei den Titelkämpfen in den Niederlanden an. "Nur für mich allein hätte ich mir diesen Stress nicht angetan, aber ich kann doch das Team nicht im Stich lassen", erklärte der Weltranglisten-Zehnte Simon.

"Explosiv" in den Hufstapfen von "E.T."
Für den dreifachen Weltcupsieger, der seine Starts sorgfältig auswählt, war es keine Frage, den heimischen Springsport zu unterstützen. Simon hat für die EM zwei starke Pferde im Stall. Die Qualitäten von E.T. sind unbestritten und auch Explosiv hat sich zuletzt prächtig entwickelt. Am Wochenende gewann Simon mit dem neunjährigen Hannoveraner bei dessen GP-Debüt in München das Championat und verzeichnete im Großen Preis nur einen Abwurf. "Explosiv soll ein bisschen in die Fußstapfen von E.T. treten. Er ist frisch und sprungkräftig, aber noch etwas übereifrig", sagte Simon über sein zweites Spitzenpferd.

Vierköpfige Equipe noch nicht fix
Die Zusammensetzung der vierköpfigen Equipe für die EM steht noch nicht fest. In Rom waren der starke Gerfried Puck, der sich in der Weltrangliste um 30 Plätze auf Rang 84 verbesserte, Anton Martin Bauer, Julia Kayser und Thomas Frühmann dabei gewesen, an diesem Wochenende wird die Sichtung beim CSIO in St. Gallen fortgesetzt. Der Verband entsandte Boris Boor, Helmut Morbitzer, Rob Raskin und Jörg Domaingo in die Ostschweiz. Simon absolviert seine nächsten Starts beim hochdotierten Turnier in Cannes (7.-9.6.) und in Aachen (12.-17.6.), wo auch Bauer dabei ist.

31.5.2001 11:53