Dienstag, 29. Mai 2001

Keine Trainingslager, bis Untersuchungsergebnis da ist

Zu einem Boykott, das Kitzsteinhorn für Trainingszwecke zu nutzen, ruft der Bayerische Skiverband auf. Anlass dafür sei, dass nach der Katastrophe vom 11. November 2000, bei der 155 Menschen ums Leben kamen. Die Untersuchungsergebnisse sollen erst abgewartet werden sollten, wie Harald Reiser, Sportwart des Bayerischen Skiverbandes, feststellt.

Die bayerischen Skigaue würden in den nächsten Tagen in Schreiben aufgefordert, sich vom Skigebiet Kitzstein zu distanzieren, so der Sportwart. "So lange nicht das endgültige Untersuchungsergebnis da ist, sind wir dafür, dass (dort) von Trainingseinheiten Abstand genommen wird", sagte Reiser, der in dem Zusammenhang auch die Informationspolitik des Landesgerichts Salzburg kritisierte.

Verwunderung
Etwas seltsam findet man das bei den Kapruner Gletscherbahnen, denn das deutsche Skiteam trainiert gerade am Kitzsteinhorn...

Mitglieder der "Wiener Gruppe", eine Initiative der Angehörigen der Gletscherbahn-Opfer, stellen am 11. Mai 2001 im österreichischen Kaprun 155 Holzkreuze auf (Bild)und zünden Kerzen an. Vor einem halben Jahr, am 11. November 2000, kamen bei einem Brand in der Gletscherbahn am Kitzsteinhorn 155 Menschen ums Leben. Mit der Aktion mahnen die Hinterbliebenen der Opfer die noch immer nicht geklärte Unglücksursache an.

29.5.2001 10:49