Alles zum French Open in Paris

·Damen-Ergebn.
Barbara Schett ist ausgeschieden
·Herren-Ergeb.
Santoro eliminiert Safin
Die besten Bilder aus Paris als Diashow
Die Sensationen bleiben beim French Open in Paris den österreichischen Damen vorbehalten. Denn nach Stefan Koubek verlor am Dienstag auch Markus Hipfl sein erstes Match. Er mußte sich gegen die Nummer 2, Marat Safin, in vier Sätzen geschlagen geben.
Nachdem Stefan Koubek gegen Juan Carlos Ferrero keine Chance hatte und sich erwartungsgemäß 6:2, 6:3, 6:3 geschlagen geben musste, ruhten Österreichs Hoffnungen bei den Herren auf den Schultern von Markus Hipfl. Er kämpfte gegen Safin tapfer, verlor die Sätze 1 und 2 jeweils 3:6, holte sich den dritten im Tiebreak mit 7:6 (8:6) - dabei konnte er erst den fünften Satzball nutzen. Im vierten Satz ging's flott, Hipfl wehrte noch drei Matchbälle ab, verlor aber 1:6. Damit ist Österreich bei den Herren nicht mehr vertreten.
Verschnupft
Markus Hipfl war an diesem Tag körperlich nicht im Stande einen desolat spielenden Marat Safin aus dem Bewerb zu werfen. Die eigentliche Überraschung dieses Spiels war, dass Safin einen mit einer Ohrentzündung und Schwindel kämpfenden Hipfl bei einer 2:0-Satzführung noch auf 1:2 herangekommen ließ. "Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit den Pollen und bin ziemlich verschnupft. Heute in der Früh bin ich aufgewacht und habe auf dem rechten Ohr fast nichts mehr gehört", erklärte Hipfl. Die Ursache dafür ist eine Hausstaub- und Pollenallergie.
Ans Aufgeben hat er schon gedacht
"Eigentlich in dem Satz, den ich gewonnen habe. Aber das entzündungshemmende Mittel hat dann offenbar doch etwas geholfen." Gegen eine Nummer zwei der Welt müsse man einfach topfit sein, um eine Chance zu haben. Nun, offenbar nicht, sonst hätte Safin nicht einen Satz abgegeben. "Er hat gemerkt, dass etwas nicht stimmt. Das hat ihn auch verunsichert und er hat angefangen, Fehler zu machen", begründet Hipfl diesen Widerspruch. Safin sei ein Spieler, der sich mit dem Gegner steigern könne. Oder eben das Gegenteil. Hipfl bleibt vorerst noch auf Sand und spielt nächste Woche im Challenger von Prostejov. Über den Sommer hinweg müsste er bis nach Kitzbühel hinaus überall im Hauptbewerb sein, konstatierte Hipfl, der ab Juli wenig Punkte zu verteidigen hat und angreifen will. Hipfl spielt dann wie Koubek auch österreichische Staatsliga, dann entweder in Hertogenbosch oder Nottingham sowie Wimbledon.
Eine ÖTV-Dame könnte am Sonntag noch im Bewerb stehen
Durchaus möglich, dass Österreichs Damentennis sogar noch am letzten Turniertag der ersten French-Open-Woche vertreten ist. Ein Umstand, den viele vor dem zweiten Major-Turnier 2001 für unmöglich gehalten hätten. Doch nach der Riesen-Überraschung am ersten Turniertag, dem 6:4,6:4 von Barbara Schett über die als Nummer zwei gesetzte Venus Williams sowie dem 7:5,6:3-Sieg von Sylvia Plischke über Anca Barna steuern die beiden Österreicherinnen nun wie vor zwei Jahren auf ein direktes Drittrunden-Duell zu. Die Siegerin würde dann schon im Achtelfinale stehen. Freilich muss man diese Gedanken noch in den Bereich der Spekulation schieben, denn Schett und Plischke haben beide keine besonders konstante Saison hinter sich und müssen zuerst einmal ihre jeweils zweiten Hürden meistern. Schett trifft nun am Mittwoch auf die Schwedin Asa Carlsson, Plischke bekommt es mit der wenig bekannten Spanierin Nuria Llagostera zu tun.
Die Ergebnisse der Österreicher vom Montag
Herren - 1. Runde
Juan Carlos Ferrero (ESP) - Stefan Koubek (AUT) 6:2,6:2,6:3
Marat Safin (RUS-2) - Markus Hipfl (AUT) 6:3,6:3,6:7 (6/8),6:1
Damen - 1. Runde
Barbara Schett (AUT) - Venus Williams (USA-2) 6:4,6:4
Sylvia Plischke (AUT) - Anca Barna (GER) 7:5,6:3
