Sonntag, 3. Juni 2001

Gestern 60 Tote bei Fährunglück

Bei einer Bombenexplosion in einer katholischen Missionskirche in Bangladesch sind mindestens 10 Menschen getötet worden. 20 Menschen erlitten bei dem Anschlag in Maksudpur im Süden des Landes nach Angaben der Behörden Verletzungen.

Es gab zunächst keine Hinweise darauf, ob die hinter der Tat möglicherweise moslemische Extremisten stecken könnten. Regierungschefin Sheikh Hazina Wajed verurteilte das Verbrechen und ordnete eine Untersuchung an.

100 Menschen noch immer vermisst
Nach dem Fährunglück im Golf von Bengalen haben Marine und Küstenwache bis gestern Nacht 60 Tote geborgen. Die Hoffnung schwindet zunehmend, die 100 nach dem Unglück vom Freitag noch vermissten Menschen zu finden, teilten die Rettungsmannschaften mit.

Aufs offene Meer hinausgetrieben
Die Schiffbrüchigen dürften auf die hohe See hinausgetrieben worden sein. Aus der rauen See konnten nach Angaben eines Polizeiführers bisher nur 40 Passagiere der "Mahfuz" gerettet werden. Als große Tragödie bezeichnete Bangladeschs Premierminister Sheikh Hasina das Unglück.

Doppelt soviele Passagiere wie erlaubt an Bord
Zum Unglückshergang sagte ein Überlebender, das in einen Sturm geratene Schiff hat sich auf die Seite gelegt und ist dann untergegangen. An Bord waren vor allem Pendler auf dem Weg ins Wochenende. Die Fähre, ein umgebauter Fisch-Trawler, verkehrte regulär zwischen der Küstenstadt Sitakundu und der Insel Sandwip. Das Schiff soll zweimal so viele Passagiere an Bord gehabt haben wie es seine Kapazität eigentlich erlaubt hätte.

3.6.2001 15:54