Samstag, 2. Juni 2001

Regierung gibt Politik der Zurückhaltung auf

Die israelische Regierung weist das Angebot des palästinensischen Präsidenten Yasser Arafat über einen Waffenstillstand zurück. Die Politik der Zurückhaltung wurde aufgekündigt.

Vor rund zwei Wochen hatte Ministerpräsident Ariel Sharon angekündigt, die israelischen Truppen würden nur noch schießen, wenn ihr Leben bedroht sei. Das israelische Kabinett erklärte am Samstag nach einer siebenstündigen Krisensitzung, es mache Arafat für den Terroranschlag verantwortlich, bei dem am Freitagabend 17 Menschen getötet worden waren.

Das Angebot Arafats sei nicht ernst zu nehmen, wenn dieser nicht islamische Extremisten festnehme und seine Sicherheitskräfte unter Kontrolle bringe. Es gebe jedoch keine Pläne, Arafat direkt anzugreifen, hieß es. In einer Stellungnahme erklärte das Kabinett, es werde alle notwendigen Maßnahmen ergreifen, um die Bürger des Landes zu schützen. Verkehrsminister Ephraim Sneh sagte, es gebe keinen Waffenstillstand, weil Israel angegriffen werde.

2.6.2001 14:50