Husseini-Begräbnis: Israel bereitet sich auf Gewalt vor

Militante Palästinenser haben am Freitagmorgen im Gazastreifen erneut Mörsergranaten auf israelische Ziele gefeuert. Nach israelischen Militärangaben gingen vier Geschosse auf unbewohntem Gebiet am Rande der Siedlung Schlav nieder.
Die Armee schoss nach eigenen Angaben nicht zurück. Damit habe sie sich an die Regierungs-Anweisung zur "Zurückhaltung" gehalten, hieß es. Bei dem Angriff wurde niemand verletzt. Auch im Westjordanland schossen Palästinenser an mehreren Orten auf israelische Soldaten, meldete die Armee.
Unterdessen bereitete sich die israelische Polizei auf einen möglichen Ausbruch von Gewalt aus Anlass des Begräbnisses des palästinensischen Politikers Faisal Husseini in Jerusalem vor. Husseini, der am Donnerstag in Kuwait einer Herzattacke erlag, soll am Morgen von Amman zunächst nach Ramallah im Westjordanland gebracht werden. Später soll sein Leichnam durch die Straßen Ost-Jerusalems getragen und dann auf dem Tempelberg (arabisch: Haram el Sharif) in der Altstadt Jerusalems beigesetzt. Husseini gehörte zu den einflussreichten Politikern im Westjordanland und war der "Minister für Jerusalem" von Palästinenserpräsident Yasser Arafat.
Arafat hatte am Donnerstag die Stimmung unter den Palästinenser angeheizt, als er während seiner Europareise erklärte, die Herzattacke Husseinis sei vermutlich durch israelisches Tränengas ausgelöst worden, das Husseini bei einer Demonstration mehrere Tage zuvor bei einer Demonstration habe einatmen müssen.
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