Zusammentreffen mit KFOR-Truppen reibungslos

Jugoslawische Militär- und Polizeieinheiten sind in den letzten Abschnitt der Pufferzone zum Kosovo zurückgekehrt. Die albanische Bevölkerung habe von den Sicherheitskräften nichts zu befürchten, so deren leitende Offiziere.
Die rückkehrenden Streitkräfte haben sich am Donnerstag erstmals mit Soldaten der Kosovo-Friedenstruppe KFOR an der administrativen Grenze zwischen Serbien und dem Kosovo getroffen. Zu dem Treffen kam es in dem Dorf Konculj, in der bisherigen Pufferzone, gab das serbische Pressezentrum in Bujanovac bekannt.
Die Rückkehr der jugoslawischen Truppen verlief nach übereinstimmenden Berichten friedlich. Konculj und einige andere Dörfer galten als Hochburgen der albanischen Guerillabewegung UCPMB, deren Angehörtige die Pufferzone weitgehend verlassen haben sollen. In einigen Dörfern wurden große Waffenlager entdeckt, meldete die Nachrichtenagentur Beta.
In Veliki Trnovac, einer der UCPMB-Hochburgen, hatten sich in den Vormittagsstunden in Erwartung des Einrückens der jugoslawischen Verbände örtliche Albaner versammelt. Sie verlangten vom anwesenden serbischen Vizeregierungschef Nebojsa Covic die Erfüllung seiner Garantien für deren Sicherheit.
Die Pufferzone war nach dem NATO-Luftkrieg vor zwei Jahren in Südserbien eingerichtet worden, um einen entmilitarisierten Streifen zwischen der im Kosovo stationierten Friedenstruppe KFOR und den als feindlich eingestuften jugoslawischen Streitkräften unter dem Oberbefehl des damaligen Staatspräsidenten Slobodan Milosevic zu schaffen. Seit vergangenem November besetzten militante Albaner das Gebiet. Da in Belgrad Milosevic inzwischen gestürzt war, erlaubte die NATO-geführte KFOR den jugoslawischen Truppen die phasenweise Rückkehr in die bis zu fünf Kilometer breite Pufferzone. Albanischen Kämpfern wurde ein Amnestie angeboten, wenn sie ihre Waffen niederlegen.
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