SPEZIAL: DIE SCHWARZ-BLAUE WENDEBILANZ

·Riess-Passer
Werden Druck gegen VP erhöhen
·Jörg Haider
Dann ist FP nicht mehr dabei
Diskussion
NEWS bilanziert die ersten 500 Tage der Wenderegierung: Laut einer Gallup-Umfrage liegt Schüssel derzeit so schlecht wie nie zuvor, sein Vorsprung ist futsch, und kaum jemand glaubt noch an die schwarz-blaue Zukunft.
Wären am kommenden Sonntag Wahlen, kämen sowohl Schwarz-Blau, als auch Rot-Grün auf 49%. Die SPÖ könnte mit 36%, die ÖVP mit 26%, die FPÖ mit 23% und die Grünen mit 13% rechnen. Eine bemerkenswerte Veränderung etwa gegenüber einer vergleichbaren Umfrage zum Zeitpunkt des Endes der EU-Sanktionen, als die schwarz-blaue Koalition auf 55 Prozent und die rot-grüne Koalition auf nur 38 Prozent kam.
Überraschend ein weiteres Detail. Auf die Frage, ob die Österreicher erwarten, dass es auch nach der nächsten Wahl, spätestens 2003, eine Koalition zwischen ÖVP und FPÖ geben werde, antworteten nur 33 Prozent mit "Ja". 63 Prozent erwarten das nicht mehr.
Kanzler im Tief
Wenig berauschend auch die persönlichen Werte von Bundeskanzler Wolfgang Schüssel. Bei der Kanzlerdirektwahlfrage liegt er bei 22 Prozent. Das sind um immerhin 6 Prozent weniger als unmittelbar nach der Regierungsbildung und um 11 Prozent weniger als nach dem Ende der EU-Sanktionen. Schüssel profilliert freilich von der Schwäche seiner Mitbewerber. Mithalten kann einzig und allein Grünen-Chef Alexander van der Bellen (19%), SP-Chef Alfred Gusenbauer liegt bei nur 9 Prozent.
NEWS ließ anläßlich des bevorstehenden "Jubiläums", demnächst ist die Regierung 500 Tage im Amt, auch die Werte der einzelnen Regierungsmitglieder abfragen. Dabei liegt Kanzler Schüssel nur auf Platz 5. 43 Prozent attestieren ihm sehr gute oder gute Arbeit. Schüssel liegt damit sogar knapp hintser seiner Vizekanzlerin Susanne Riess-Passer (44%).
Die beiden Regierungsspitzen werden übertroffen von Außenministerin Benita Ferrero-Waldner, die mit 59 Prozent überlegen an der Spitze liegt, dahinter Innenminister Ernst Strasser (46%) und Finanzminister Karl-Heinz Grasser (45%). Am Ende der Tabelle, nicht ganz überraschend, Infrastrukturministerin Monika Forstinger mit 10 Prozent.
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