Mittwoch, 30. Mai 2001

Wogen scheinen geglättet

Machtkampf oder nicht? Heute nachmitag schienen die Wogen in der Tiroler VP geglättet: Der designierte Landeshauptmann-Nachfolger Eberle meinte: "Die Frage um die Landeshauptmann-Nachfolge ist nicht gestellt worden." Denn Weingartner sei ein "exzellenter Landeshauptmann"...

In einer Landesparteivorstandssitzung sei der einstimmige Beschluss gefasst worden, dass Landes-Parteiobmann Ferdinand Eberle als Parteiobmann "unbestritten" sei. Das bestätigte der VP-Obmann im Anschluss an die rund zweistündige Sitzung.

Die Frage um die Landeshauptmann-Nachfolge sei nicht gestellt worden. "Es bedarf keiner Diskussion um die Nachfolge." Tirol habe "einen exzellenten Landeshauptmann", betonte Eberle. Es sei darüber hinaus beschlossen worden, dass die Partei nun eine "gemeinsame Position nach außen hin" vertreten werde.

Weingartner bleibt bis 2004 im Amt
Der Tiroler LH Wendelin Weingartner (V) hat die "Absicht", "bis Ende der Legislaturperiode" im Amt zu bleiben. Im Zusammenhang mit der Zukunft der landeseigenen Hypo Tirol Bank und einer möglichen Holding mit der Südtiroler Sparkasse war es in der letzten Zeit zu Unstimmigkeiten innerhalb der Tiroler VP gekommen. Die plötzliche Absage des LHStv. Ferdinand Eberle (V) an die Holding hatte zu einer "Personalfrage" innerhalb der Partei geführt.

Wie Weingartner betonte, dürften "Personalüberlegungen" nicht "im Vordergrund" stehen. Er sehe es als seine "Aufgabe", die "Postition des Landes zu stärken und nicht die eines anderen", betonte der Landeshauptmann. Auf Eberle angesprochen, der bereits zum Nachfolger Weingartners designiert worden war, betonte der Landeshauptmann: "Ungeduld" sei in diesem Zusammenhang "nicht der richtige Ratgeber". Die Zusammenarbeit sei zwar "manchmal schwierig" und "manche Entscheidungsfälle" wie etwa die Zukunft der Hypo seien "nicht leicht".

30.5.2001 13:59