China erlaubt Abtransport der US-Spionagemaschine

Im Streit um die Rückführung des auf der chinesischen Insel Hainan notgelandeten amerikanischen Spionageflugzeugs ist möglicherweise ein Ende in Sicht: Peking hat den USA am Montag erlaubt, die Maschine nach dem Zerlegen auf dem Luftweg heimzubringen.
Das Außenministerium teilte mit, die USA erhielten eine prinzipielle Erlaubnis, die Einzelteile mit einem zivilen Frachtflugzeug vom Typ Antonow zurückzufliegen.
Nach amerikanischen Angaben hatte sich Peking bisher geweigert, ein Frachtflugzeug auf Hainan landen zu lassen, angeblich aus Furcht, die Landebahn würde beschädigt. US-Spezialisten hatten nach einer Inspektion des Flugzeugs festgestellt, dass die Maschine flugtüchtig gemacht werden könnte. China lehnte einen Rückflug der Maschine aus eigener Kraft aber stets ab - offenkundig in dem Bestreben, deren Rückführung für die USA so schwierig und teuer wie möglich zu machen. Ein Rücktransport per Frachtflugzeug wäre für die USA nicht einfach: Immerhin ist die EP-3 etwa so groß wie eine Boeing 737; die Antonow müsste beispielsweise in der Ukraine gemietet werden.
Die Spionagemaschine war am 1. April mit einem chinesischen Kampfflugzeug kollidiert. Der chinesische Pilot kam dabei ums Leben. Die amerikanische Maschine musste notlanden, und die 24 Besatzungsmitglieder wurden elf Tage lang von den chinesischen Behörden festgehalten. Der Vorfall führte zu einer schweren Belastung der amerikanisch-chinesischen Beziehungen.
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