SPEZIAL: FC TIROL IST MEISTER!!!

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Champagnerkorken am neuen Tivoli! Die drei Punkte zum vorzeitigen Titelgewinn hat sich Kurt Jaras Mannschaft eine Runde vor Schluss gegen den SK Sturm geholt. Dem FC Tirol muss gratuliert werden: Beste Herbst- und Frühjahrs-Mannschaft. Seit man Rapid im Herbst überholt hatte, waren die Tiroler im Grunde nie gefährdet. Sturm war chancenlos.
Seit 1998 konnten die Grazer auf dem Tivoli nicht mehr gewinnen. Die Meisterschaft ist entschieden, nicht zuletzt aufgrund der Heimstärke der Tiroler: In 42 Heimspielen gab es nur drei Niederlagen. Das erklärt auch die Überlegenheit in der Meisterschaft.
Reaktionen nach dem Spiel
Tirol-Kapitän Michael Baur: "Einerseits ist die Freude riesig, andererseits sind mir auch die Tränen gekommen, weil wir mit Aleksander Knavs einen super Burschen verlieren."
Trainer Kurt Jara: "Man ist natürlich glücklich, wenn man es geschafft hat. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl. Wir werden im VIP-Klub feiern, jetzt wollen auch noch den Cup holen. Unser großes Ziel wird es sein, die Champions League zu erreichen." Aleksander Knavs (verlässt Tirol Richtung Kaiserslautern): "Wir werden noch lange feiern, für mich wird es besonders schwer. Was ich hier erlebt habe, ist mit Geld nicht zu bezahlen. Die vier Jahre waren eine super Zeit, ich habe viel gelernt, das werde ich nie vergessen."
Die Tiroler haben sich diesen neunten Meistertitel mit dem 2:0 gegen Sturm Graz redlich verdient. Nur in der Anfangsphase hatte Sturm gute Chancen. Über die linke Seite kamen viele Flanken in den Tiroler Strafraum, doch kein Stürmer war zur Stelle. Innsbruck gewohnt effektiv, aber doch nervös. In der 13. Min. hätte der junge Mair bereits alles klar machen können: Zweimal köpft er wie bei einem "Billardstoß" auf das Tor von Sidorczuk. Einmal landet der Ball dabei an der Stange. Das Fehlen von "Radogoal" Gilewicz war evident. Jezek und Mair konnten einige gute Möglichkeiten nicht nützen. Aber Tirol hat einen Roland Kirchler! 45. Minute, ein trockener Schuß von Rechts 1:0.
Tirol spielte den Sieg locker heim
Die 2. Halbzeit stand schon im Zeichen der Jubelgesänge der 17.000 Tirol-Fans. Das torlose Remis zur Halbzeit im Prater, ließ Rapid nurmehr wenig Chancen, und Sturm machte nie den Anschein dieses Spiel umdrehen zu können. Dennoch: Ausgleichschance für die Grazer durch Amoah. In der 73. Min. kommt er nach Vastic-Flanke zu einem Flugkopfball. Marc Ziegler klärt mit unglaublichem Reflex. Wer die Tore nicht schießt, bekommt sie...Patrick Jezek geht unwiderstehlich durch und läßt Sidorczuk keine Chance, 2:0!
Sturm brauch jetzt Punkte für den UEFA-Cup
Jetzt konnte Rapid niemand mehr helfen. Kurt Jara wusste es schon vor dem Spiel: "Wir wollen dieses Spiel unbedingt gewinnen, schaffen wir das, dann kann Rapid machen was es will." Sturm muss jetzt selbst um den UEFA-Cup-Platz bangen. Braucht einen Punkt nächste Woche gegen Rapid.
Enttäuschung im Prater
"Ausweichquartier Happel-Stadion", schweizer Schiedsrichter, nur 7000 Fans und der Abschied von Dejan Savicevic. Das war ein Tag zum Trauern für Rapid. "Wir wollen aber aus eigener Kraft unsere Chance nützen, daher darf es gegen Salzburg nur eine Devise geben: Sieg um jeden Preis", betonte Sportdirektor Ernst Dokupil vor dem Treffen im Happel-Stadion. Es gab keine eigene Kraft und auch keine fremde. Rapid war harmlos, unbeholfen, ohne zündende Ideen, ein Spiegelbild der ganzen Herbst und Frühjahrs-Saison. Einziger Höhepunkt im Spiel, der Abschied von Dejan Savicevic. Das Genie hört zu kicken auf, beendet seine glorreiche Karriere ohne Meisterteller.
GAK plötzlich wieder im Rennen
Der GAK ist in der Fußball-max.Bundesliga wieder voll im Rennen um einen UEFA-Cup-Platz. Mit einem hochverdienten 2:0 (1:0)-Heimerfolg über die Wiener Austria zogen die Grazer mit dem Stadtrivalen Sturm punktemäßig gleich (54) und dürfen vor der letzten Runde wieder vom UEFA-Cup Platz träumen.
Austria nicht international vertreten
Die Truppe von Arie Haan hat mit dieser matten Vorstellung endgültig alle Chancen auf Platz drei verspielt und wird im nächsten Jahr neuerlich auf der europäischen Bühne fehlen. Der bisher letzte Europacup-Auftritt der Austria datiert weiterhin aus der Saison 95/96.
Hans Krankl im Glück
"Ich muss das erst realisieren, was wir geschafft haben war schwerer als alles andere, einfach ein Wahnsinn!", sprach der Goleador. Admira hat sich tatsächlich aus hoffnungsloser Position im Herbst auf den sicheren 9. Tabellenplatz gerettet. Der LASK muss wegen der Niederlage beim oberösterreichischen Rivalen Ried in den Keller. Derb diese Partie: Zwei Rote Karten für die LASK Spieler Pedersen und Kang.
| Spiele der 35. Runde der max.Bundesliga |
FC Tirol - Sturm Graz 2:0 (1:0),
SK Rapid Wien - SV Salzburg 0:0 (0:0),
GAK - Austria Memphis 2:0 (1:0)
SV Ried - LASK Linz 1:0 (0:0)
SW Bregenz - Admira Wacker 0:0 (0:0).
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