Bob Dylan wollte immer Gitarrist und Sänger sein

"Ich wollte immer ein Gitarrist und Sänger sein. Seit ich zehn war, oder elf oder zwölf, hat mich überhaupt nichts anderes mehr interessiert." Bob Dylan, der am 24. Mai seinen 60. Geburtstag feiert, ist seinem Metier bis heute treu geblieben.
Für den Song "Things Have Changed" zum Film "Wonder Boys" erhielt der Jubilar zuletzt einen Oscar. "Ich schicke meine Lieder in die Welt, und die Leute machen sich ihren Reim darauf. Ob sie es richtig interpretieren oder alles vom falschen Gesichtspunkt betrachten, das ist nicht mein Problem, wird der Musiker in dem Buch "Bob Dylan - In eigenen Worten" zitiert.
Galionsfigur in den Sechzigern
Er war Galionsfigur der Protestgeneration in den Sechzigern, spielte später Country, gab der Pop- und Folk-Lyrik eine neue Qualität, schrieb Gospels und ließ mit Rock 'n' Roll die Achtziger zurück. Sein 41. Album "Time Out Of Mind" (Sony Music), das einzige in den Neunzigern mit durchwegs neuem Material, fasst die Größe des Künstlers zusammen: Die lyrische Intensität gepaart mit bluesigem Rock gilt schon jetzt als Vermächtnis. "
Geboren wurde Zimmermann am 24. Mai 1941 in Duluth, Minnesota. Einem Desperado gleich, zog er in den frühen sechziger Jahren durch Minnesota, Dakota und Kansas, um sich bald an die Spitze der Folksong-Bewegung zu setzen. Schon auf seinen ersten Platten reflektierte er das politisch-soziale Klima der USA. Innerhalb kürzester Zeit galt Dylan als Sprachrohr von Opposition und Protest. Ohne selbst Starkult unbedingt nachzuhängen, wurde er zu Mythos und Idol.
Keine öffentlichen Auftritte geplant
Seinen 60. Geburtstages will Dylan zurückgezogen in aller Stille und Besinnlichkeit begehen. Er will sich am 24. Mai daher nirgendwo in der Öffentlichkeit zeigen.
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