Kidmans Verehrer will die Schauspielerin heiraten

Sie sind schön, reich und begehrt - und haben's nicht immer leicht. Die Superstars der Welt leiden auch manchmal. Nämlich unter besonders lästigen Fans. Die Stars wehren sich nun gegen "Stalking"...
Hollywood-Schönheit Nicole Kidman (33) hat einen übereifrigen Fan, auf den sie nur allzu gerne verzichten würde: Matthew E. Hooker (40), der laut eigener Aussage beabsichtigt, im Jahre 2004 um die US-Präsidentschaft zu kandidieren, möchte "seine große Liebe heiraten", bevor er vom amerikanischen Volk gewählt wird. Er macht der Schauspielerin zielstrebig den Hof, ruft permanent an, bombardiere sie mit Briefen, etc und ist im April diesen Jahres zwei Mal vor ihrem Haus aufgetaucht, um sie zu Eiscreme und einer anschließenden Ballett-Aufführung auszuführen. Sagte zumindest Kidman bei der Polizei von L.A. aus. Die 33-Jährige fühlt sich und ihre beiden Kinder bedroht und hat ihn wegen "Stalkings" angezeigt. Stalking heißt übersetzt: sich an seine Beute heranschleichen. Aus verschmähter Liebe verfolgen und drangsalieren die Täter oft jahrelang andere Menschen.
Millionen Stalking-OPfer
Etwa 1,4 Millionen Amerikaner, so schätzen Hilfsorganisationen, leiden unter unablässigen Nachstellungen aufdringlicher Verehrer. Da in Los Angeles besonders viele Prominente leben, hat die örtliche Polizei bereits eine eigene Stalker-Abteilung eingerichtet. Seit Beginn der neunziger Jahre haben alle US-Bundesstaaten Gesetze gegen den Psychoterror erlassen. Meist endet eine derartige Gerichtsverhandlung in dem Erlass, das Opfer weder per Telefon, noch postalisch zu belästigen, sowie sich nicht im Umkreis mehrerer tausend Meter in dessen Nähe aufzuhalten und sich einer Psychotherapie zu unterziehen.
Opfer Whitney Houston
Ein Richter im US-Bundesstaat New Jersey schickte im Februar dieses Jahres eine Stalkerin in eine New Yorker Nervenheilanstalt: Die 33-Jährige hatte Pop-Diva Whitney Houston seit August 1999 mit Briefen, Postkarten und Geschenken, darunter Spitzenunterwäsche und Seidenschlafanzüge, überschüttet. Sie bezeichnete Houston außerdem als ihre "wiedergeborene Mutter" und die siebenjährige Tochter des Stars als "Schwester".
Im Bettmit Bard
Die meisten Stalker, erklärt Michael Newell von der Hilfsorganisation "Stalking Rescue" (URL: http://www.stalkingrescue.org), litten unter erheblichen Persönlichkeitsstörungen, meist in Kombination mit geringem Selbstwertgefühl. In den meisten Fällen handle es sich um Männer, die nicht begriffen, dass ihre maßlose Liebe bedrohlich erscheinen könne. Stalkerinnen seien oft schizophrene Frauen, die sich als tatsächlichen Lebenspartner ihres Opfers betrachten, so Newell. Hollywood-Beau Brad Pitt fand zum Beispiel im vergangenen Jahr eine 19-Jährige im Bett seiner Villa in Malibu vor - der Höhepunkt eines drei Jahre währenden Bombardements von Geschenken und Briefen an den Schauspieler.
Drohung für Madonna
Pop-Diva Madonna hingegen musste sich mit der härteren Form des Stalkings befassen: "Entweder Du heiratest mich, oder ich schlitze Dir die Kehle auf", soll der Mann, der drei Mal auf ihr Anwesen in Hollywood vordrang und jetzt im Gefängnis sitzt, gedroht haben. Auch in Deutschland ist das "Stalking" von Promis mittlerweile ein Ernst zu nehmendes Problem: Schlagerstar Costa Cordalis musste von der Polizei vor einer allzu hartnäckigen Verehrerin namens Anita geschützt werden. Die 43-Jährige war der festen Überzeugung, dass Cordalis' Gassenhauer "Anita" als persönliche Liebeserklärung an sie gedacht war.
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