2,3% mehr Umsatz, Aktie legt um 4% zu

Analysten sehen die Telekom Austria auf einem guten Weg: Bei der börsenotierten Telekom Austria (TA) scheint die seit Monaten laufende Umstrukturierung langsam zu greifen. Die TA-Gruppe hat im 1. Quartal 2001 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres einen Zuwachs beim Umsatz und Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) verzeichnet.
Rückläufig bei Umsatz und EBITDA waren hingegen der von Marktanteilsverlusten geprägte Festnetzbereich, der bis Jahresende 2000 rund 60 Prozent des Umsatzes ausmachte. Auch der Internetbereich verzeichnete einen Rückgang. Die Aktie stieg Mittwoch bis 13 Uhr bei hohem Volumen um 3,94 Prozent auf 6,59 Euro. Analysten werteten die Quartalsergebnisse durchwegs als positiv.
Der Umsatz der TA-Gruppe, bestehend aus der Telekom Austria AG, Mobilkom Austria, Datakom und Jet2Web Internet, erhöhte sich im 1. Quartal 2001 um 2,3 Prozent auf 13,31 Mrd. S/967,4 Mill. Euro. Das Gruppen-EBITDA stieg um 7,4 Prozent auf 5,19 Mrd. S/377 Mill. Euro. Hier wurden aber die Aufwendungen für die Personalrestrukturierung herausgerechnet.
Der Personalabbau - die TA will über einen Sozialplan bis 2005 rund ein Drittel ihrer Mitarbeiter abbauen - kostete im 1. Quartal 2001 86,7 Millionen Schilling (6,3 Mill. Euro). Die TA-Gruppe hatte Ende März 18.180 Vollarbeitskräfte, im Vergleichszeitraum des Vorjahres waren es noch 18.638.
Analysten sehen die TA grundsätzlich auf gutem Weg, das für 2001 angestrebte EBITDA-Ziel von 16,5 Millionen Schilling (1,2 Mrd. Euro) scheine realisierbar, die Ergebnisse lägen über den Erwartungen, hieß es heute auf APA-Anfrage. Ob der Turnaround 2002 oder erst 2003 möglich sei, werde erst aus den detaillierten Quartalszahlen, die am 30. Mai veröffentlicht werden sollen, hervorgehen. Die RZB behielt ihre Empfehlung für die TA-Aktie weiterhin auf "Kauf".
An der TA halten die ÖIAG 47,8 Prozent und die Telecom Italia 29,8 Prozent. 22,4 Prozent befinden sich in Streubesitz.
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