Benzinpreise bleiben unverändert hoch

Diesel ist eindeutiger Sommer-Favorit : Während sich die Benzinpreise weiterhin auf Rekordniveau bewegen, ist Diesel heute wieder billiger geworden. Sowohl OMV als auch BP haben ihre Höchstpreise für Diesel um 15 Groschen gesenkt.
BP Austria begründet diesen Schritt mit sinkenden Produktenpreisen für Diesel am Rotterdamer Markt.
An Österreichs Bedienungstankstellen kostet ein Liter Diesel damit nun maximal 11,30 S (0,82 Euro). Die Höchstpreise bei Benzin sind unverändert geblieben und liegen für Eurosuper bei 14,15 S, für Normalbenzin bei 13,95 S und für Super Plus bei 15,05 S.
Bei Neuzulassungen mehr als 60% Dieselfahrzeuge
Für Autofahrer erweist sich Diesel damit einmal mehr im Sommer attraktiver als Benzin. Die höchsten Preise für Diesel im Jahresverlauf werden in der Regel für den Herbst erwartet, wenn der Bedarf nach dem produktidenten Heizöl steigt. Derzeit fahren rund 35 Prozent aller heimischen Autofahrer ein mit Diesel betriebenes Fahrzeug. Bei den Neuzulassungen aber sind bereits mehr als 60 Prozent Dieselfahrzeuge.
Autofahrerclub beharrt auf Benzin-Lösung vor dem Sommer
Der ARBÖ zeigte sich am Montag "erfreut", dass die Dieselpreise nach unten gehen. "Handlungsbedarf besteht aber weiterhin", erklärte ARBÖ-Sprecher Kurt Sabatnig. Wirtschaftsminister Martin Bartenstein (VP) sei "dringend aufgefordert", eine neuerliche Gesprächsrunde einzuberufen. Angesicht der derzeitigen Rekordpreise bei Benzin müsse noch vor Beginn der Sommer-Reisewelle eine Lösung im Interesse der Kraftfahrer gefunden werden.
Der Autofahrerclub fordert eine schrittweise Annäherung der heimischen Treibstoffpreise an das EU-Niveau und eine sofortige Absenkung der vereinbarten Netto-Preisdifferenz auf 20 Groschen. Im September vergangenen Jahres hatte die OMV Bartenstein unbefristet zugesagt, die Nettopreise für Eurosuper und Diesel in Österreich nicht mehr als 40 Groschen über den EU-Durchschnitt anzuheben.
Vergangenen Montag waren laut Erhebung der EU-Kommission in Österreich Eurosuper und Diesel vor Steuern um 29 Groschen teurer als im EU-Schnitt. Die durchschnittlichen EU-Preise für diese Woche werden am Dienstagnachmittag erwartet
Laut ARBÖ besteht für die Mineralölkonzerne bereits jetzt die Möglichkeit einer Benzinpreissenkung. Im Durchschnitt hätten sich die österreichischen Preise für Eurosuper heuer um 30 Groschen, jene für Diesel um 24 Groschen über dem EU-Mittel bewegt.
Öl-Preis klettert auf Drei-Monatshoch
Die Furcht vor Angebotsengpässen und anhaltenden Spannungen im Nahen Osten hat die Ölpreise am Montag auf ein neues Drei-Monats-Hoch getrieben. Am Londoner Ölmarkt wurden für ein Barrel der Nordsee-Sorte Brent am Nachmittag erstmals wieder 29,59 Dollar (33,80 Euro/465,12 S) gezahlt, 20 US-Cent mehr als noch am Freitag. Zuletzt hatte sich der Preis auf diesem Niveau am 9. Februar bewegt.
In New York war der Preis für die Referenzsorte Light Sweet Crude bereits am Freitag um einen Dollar auf 29,91 Dollar gestiegen. Experten verwiesen mit Blick auf die Verteuerung auch auf Anzeichen, dass die Organisation Erdöl exportierender Länder (OPEC) bei ihrer Ministerkonferenz in Wien im Juni keine Förderausweitung beschließen könnte.
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