Montag, 21. Mai 2001

Erstes Postamt beim Greißler eröffnet

Die Österreichische Post AG hat im Geschäftsjahr 2000 ihr Ziel eines ausgeglichenen operativen Ergebnisses deutlich übertroffen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) lag bei 239 Mill. S (17,4 Mill. Euro).

Wie das Unternehmen in den Unterlagen zu seiner Bilanzpressekonferenz am Montag bekannt gab, lag das Ergebnis aus gewöhnlicher Geschäftstätigkeit (EGT) bei 532 Mill. S. Der konsolidierte Umsatz betrug 21,22 Mrd. S.

Vergleichszahlen wurden nicht genannt, weil der Jahresabschluss 2000 den Geschäftsbereich Postauto-Dienst, der in die neu gegründete Österreichische Postbus AG ausgegliedert und mit 1. März 2001 an die ÖIAG übertragen wurde, nicht enthält. Ein direkter Vergleich mit dem Wirtschaftsjahr 1999, in dem der Postauto-Dienst enthalten war, sei daher nicht möglich, wie erklärt wurde.

Eigenen Angaben zufolge ist die Post auch in das neue Jahr gut gestartet: Im ersten Quartal 2001 betrug der Umsatz 5,35 Mrd. S, das EBIT 125 Mill. S und das EGT 204 Mill. S. Im Jahresdurchschnitt 2000 hat die Post insgesamt 33.644 Mitarbeiter beschäftigt, davon waren rund 60 Prozent Beamte.

Das erste "Postamt beim Greißler", genau genommen eine "Post-Agentur" in einem Lebensmittelgeschäft, ist heute, Montag, in der obersteirischen Gemeinde Stein an der Enns eröffnet worden. Dabei handelt es sich um einen Pilotversuch im Vorfeld der neuen Universaldienstverordnung der Post, die gegenwärtig zur Begutachtung aufliegt und die derartige Kooperationen künftig in breiterem Maße ermöglichen soll.
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Erstes Postamt beim Greißler in der Obersteiermark eröffnet
Der erste Post-Partner ist die Adeg Markt Ferdinand Moser KG: Nachdem das Postamt in der 1800-Seelen-Gemeinde am vergangenen Freitag seine Pforten für immer geschlossen hat, übernahm der Lebensmittelhändler nun das Kernsortiment der Post, d.h. vor allem die Annahme und Abgabe von Briefen und Paketen. Das Bankgeschäft, dass die Post für die P.S.K. ausführte, wird nicht übernommen. Für die Serviceleistungen erhält Nahversorger Moser 2,5 S (0,18 Euro) pro Brief und 12 S pro Paket.

Das "Postamt beim Greißler" wird ein einheitliches Erscheinungsbild haben und komplett von der Post AG zur Verfügung gestellt. Die Adaptierungskosten im Geschäft muss der Partner selbst tragen. Die zweite Postpartnerin steht auch schon fest: Silvia Zelko betreibt in Kapfenstein in der Südost-Steiermark einen Spar-Markt und übernimmt am 2. Juli Teile des Angebots des dann geschlossenen örtlichen Postamtes.

Im Pilotversuch, bei dem die Post mit der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ) kooperiert, sollen in allen Bundesländern rund zwölf bis 15 neue Post-Partnerschaften geschlossen werden. Insgesamt verfügt die Österreichische Post AG über rund 2.300 Postämter, mehr als 1.500 davon sind nur mit maximal zwei Schalterkräften besetzt.

21.5.2001 13:23