Grund: Verletzungen und "Neu-Orientierung"

1993 hat sie die WM-Bronzemedaille im Hochsprung gewonnen. Im Jahr 2001 beendet Sigrid Ortner-Kirchmann ihre Karriere. Eine langwierige Verletzung sowie private Gründe gaben den Ausschlag die Sprungschuhe an den Nagel zu hängen.
"Die Verletzung im Vorjahr mit dem Teilausriss der Sehnenplatte war ein zu großes Risiko, denn keiner garantiert mir, dass das nicht wieder passiert. Zum zweiten habe ich in den vergangenen vier Monaten lange überlegt, ob ich bei der Hallen-EM im nächsten Jahr teilnehmen soll und ich bin zum Entschluss gekommen, dass es sinnlos ist, das Risiko einzugehen", sagte Kirchmann.
"Bleibe dem Sport erhalten"
Mit dem Sport will Kirchmann aber weiter verbunden bleiben. "Einerseits in meiner Tätigkeit als Leherin für Leibeserziehungen und Geografie, andererseits arbeite ich auch mit Tennisspielern. Und wenn man darüber hinaus meine Erfahrung nützen möchte, bin ich gerne zur Mitarbeit bereit, wenn man an mich herantritt", sagte die 35-Jährige.
Ihre Erfolge
Als große Highlights behält die Ebenseerin natürlich die WM-Medaille 1993, die bis heute einzige Freiluft-WM-Medaille Österreichs, in Erinnerung. Aber auch EM-Bronze in der Halle 1994, der überraschende fünfte Olympia-Platz 1995 sowie die erfolgreiche Qualifikation für die Olympischen Spiele 2000 ("Das hätten nur mehr wenige geglaubt"), zu denen sie dann wegen ihrer Verletzung nicht antreten konnte, bleiben ihr in Erinnerung. "Aber grundsätzlich möchte ich keine einzige Sekunde im Sport missen, egal ob Höhen oder Tiefen. Der Sport ist für mich die beste Schule für das Leben", sagte Kirchmann, die seit Dezember des Vorjahres verheiratet ist.
Und nach 15 Jahren Lebensschule im Spitzensport hat sich jetzt ihr Motto geändert: "Ich will das Leben genießen, es einfach leben."
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