Rapid zieht Protest "unter Protest" zurück

Der SK Rapid gibt nun klein bei, und will das Ende der max.Bundesliga-Meisterschaft nicht weiter hinauszögern. Die Hütteldorfer haben sich dazu entschlossen den hoffnungslosen Protest in der "Causa SK Rapid - GAK" zurückzuziehen.
Der SK Rapid will das Ende der max.Bundesliga-Meisterschaft nicht weiter hinauszögern und hat sich deshalb entschlossen, den Protest in der "Causa SK Rapid - GAK" zurückzuziehen. Das Ergebnis (1:1) vom 14. April war schon vom Senat eins und Protestkomitee der Bundesliga bestätigt worden. Als dritte Instanz wäre das "Ständige neutrale Schiedsgericht" zuständig gewesen.
Die Vorgeschichte
Roman Wallner hatte in der 45. Minute nach Pass von Savicevic das vermeintliche 1:0 für Rapid geschossen, allerdings war in diese Aktion ein von allen deutlich vernehmbarer Pfiff ertönt, den vor allem die Grazer fälschlich aus dem Pfeiferl von Schiedsrichter Thomas Steiner kommend glaubten und daher in das Geschehen nicht mehr eingriffen. Aber nicht der Referee hatte gepfiffen, sondern ein Zuschauer. Der von den Grazern, einschließlich Trainer Werner Gregoritsch, darauf hin bestürmte Steiner gab zunächst das Tor, schickte die übermäßig aufgeregten Akteure aber in die Kabinen.
Kuriose Unterbrechung mit Pause ohne Pause
Nach 33 Minuten Pause (der Referee hatte sich inzwischen bei prominenten Kollegen kundig gemacht) setzte der während der ganzen Aktion erstaunlich ruhig, freundlich und gelassen gebliebene Steiner die Partie mit einem Schiedsrichterball beim Stande von 0:0 fort, ließ aber gleich darauf die Seiten wechseln. Der Niederösterreicher leitete die Partie, die schließlich 1:1 endete, auch souverän zu Ende, was Rapid aber nicht daran hinderte, einen Protest einzubringen.
Kein Regelbruch erkennbar
In der Begründung des Strafsenats für seine Entscheidung heißt es: "Nach Prüfung konnte festgestellt werden, dass der Schiedsrichter keinen Regelbruch begangen hat und seine Entscheidung, das Tor wieder zurückzunehmen, regelkonform ist. Es fehlt dem Senat eins daher die rechtliche Grundlage, eine andere Entscheidung als das Spielergebnis von 1:1 zu bestätigen."
Protest unter Protest zurück
Der SK Rapid fühlt sich trotzdem im Recht und ist überzeugt, dass das Match neu hätte ausgetragen werden müssen. "Zu bedenken ist, dass sogar ein Spiel wie SW Bregenz gegen FK Austria, bei dem kein Regelverstoß vorgefallen war, wiederholt wurde. Die Begegnung SK Rapid - GAK hätte in diesem Lichte und unter Berücksichtigung aller sachlichen Umstände auf alle Fälle neu ausgetragen werden müssen", hieß es u.a. in einer Aussendung des Vizemeisters, der eine Diskussion über die Qualitätsverbesserung in der Aus- und Weiterbildung der heimischen Schiedsrichter fordert.
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